Prestashop, die französische Open Source Alternative, hat im dritten Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,4 Mio. Euro gemacht, hieß es diese Woche im Journal du Net
Und auch Oxid scheint der Open Source Gang einen Umsatzschub gegeben zu haben: Laut Geschäftsbericht 2009, der gerade im Handelsregister erschienen ist, waren für 2010 Umsätze von 4,2 Mio. Euro angepeilt, ein geplantes Wachstum von 90%.
Aus dem Wachstum lassen sich auch grob die Umsätze für die Vorjahre ableiten. So dürfte Oxid 2008 einen Umsatz von geschätzten 1,2 Mio. Euro erzielt haben und ihn 2009 auf geschätzte 2,2 Mio. Euro (+82%) gesteigert haben.
2011 will Oxid erstmals Gewinn erwirtschaften.
Apropos Gewinn: Es ist immer noch gar nicht so einfach, profitable Hersteller von Shopsystemen zu finden. Wohl nicht ohne Grund ist bei Dickschiffen wie ATG gerade eine Übernahmewelle im Gang.
- Intershop hat es 2010 geschafft und sich trotz rückläufiger Lizenzeinnahmen in die Gewinnzone gerettet, lebt aber natürlich hauptsächlich vom Implementierungsgeschäft.
- Hybris ist nach mehreren profitablen Jahren 2009 wieder in die Verlustzone gerutscht und schiebt Verlustvorträge von 5,5 Mio. Euro vor sich her.
Besser schneiden im Bilanzcheck die Systemhersteller ab, die sich an die breite Masse der kleinen Händler wenden:
- ePages hat nach 325.000 Euro im Geschäftsjahr 2008/09 im Geschäftsjahr 2009/10 einen Jahresüberschuss von gut 200.000 Euro erwirtschaftet – bei einem Verlustvortrag von 2,6 Mio. Euro.
- Mit am besten steht Plentysystems da, das 2009 einen Jahresüberschuss von gut 104.000 Euro (Vorjahr: 53.000 Euro) ausweisen konnte, bei Gewinnvorträgen von 60.000 Euro (s. auch 10 Jahre eCommerce & bin ich mit 30 noch ein Jungunternehmer? von Plentysystems-Gründer Jan Griesel)
- Auch Shopware arbeitete im Geschäftsjahr 2009 profitabel und wies einen Jahresüberschuss von knapp 24.000 Euro aus.
Diese Stichpunkte erheben natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Am besten jeder macht sich selber ein Bild in den Geschäftsberichten.
Vielleicht hat jemand Lust, die Bilanzen der Shopsystemhersteller eingehender unter die Lupe zu nehmen und eine ausführliche Analyse zu erstellen.
Bei Exciting Commerce sind wir ja der Grundüberzeugung, dass die heutigen Shopsysteme nicht "alternativlos" sind und erwarten für die kommenden Jahre ein paar signifikante Evolutionssprünge, so dass auch alternative E-Commerce-Modelle stärker zum Zug kommen. Siehe bspw.: Wer bringt das erste vernetzbare Shoppingsystem heraus?
Natürlich spielt die Zukunft der Shoppingsysteme auch bei den Live Shopping Days wieder eine Rolle. Bisher haben sich u.a. Commercetools, Intershop, TheBakery, Oxid und Supreme New Media angesagt.
- Supreme: Tengelmann beteiligt sich an neuem Shopsystem
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