Wein und Spirituosen wären das perfekte Ergänzungssortiment für eine Vielzahl von Online-Händlern – vom Buchhändler bis zum Elektronikversender, wenn da nicht die speziellen logistischen Herausforderungen wären.
Wenn wir also über das Wachstum im E-Commerce und über bessere systemseitige Vernetzung sprechen, dann denken wir nicht zuletzt auch an die Weinanbieter und freuen uns, möglichst viele davon auch auf der K5 Konferenz im Oktober begrüßen zu können.
Wer spielt heute im Online-Weinhandel vorne mit? Das fragt man sich nicht nur in der Schweiz.
Michael Pleitgen hat gerade einen lesenswerten Rundumschlag zum Online-Weinhandel veröffentlicht. Wir hatten uns den deutschen Online-Weinmarkt vor zwei Jahren schon einmal ausgiebig angesehen und mit dem französischen verglichen.
Wirklich gute Übersichten (PDF) gibt es nur für den Gesamtmarkt. Hawesko (Jacques Wein-Depot, TVino, etc.) sieht sich als die „Nr. 1 des Weins – auch im E-Commerce“ (Geschäftsbericht, PDF) und ist 2010 online um 24% gewachsen – auf einen errechneten Umsatz von 20 Mio. Euro.
WIV, das sich selbst als „weltgrößtes Direktvertriebs-Unternehmen für Wein“ beschreibt, erzielt mit Vino24 (incl. Weinmärkten) über 10 Mio. Euro im Jahr und engagiert sich u.a. bei Naked Wines, das seinen Umsatz im „zweiten vollen Geschäftsjahr“ auf 12 Mio. Euro steigern konnte.
Vor zwei Jahren war hierzulande noch kaum jemand zu finden, der die 5 Mio. Euro Marke geknackt hat. Inzwischen weist zum Beispiel auch Vinexus einen Jahresumsatz von 5 Mio. Euro aus und will auf 20 Mio. Euro wachen.
In der Vermarktung ist die Weinszene ohnehin eine der kreativsten im E-Commerce. Wenn man von Haweskos TVino und Clubkonzepten wie 52weine einmal absieht, hat Meevio zum Beispiel mit seinem fantastischen Meevio-Mittwoch eines der originelleren Live Shopping Angebote am Start.
Mehr zu den aktuellen Entwicklungen im Weinmarkt auch im Weinakademie-Blog
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