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Wachstumsbremse: Shoedazzle kippt sein Abo-Modell

"I think subscription models work best in two instances. Where the product is a necessity or when it’s an absolute passion." (via)

Vielleicht hat der Abo-Wahn nun endlich ein Ende, und wir können uns wieder auf spannendere E-Commerce-Modelle konzentrieren. Denn Shoedazzle, einer der Vorreiter in diesem Segment, hat sein Abo-Modell gekippt, das sich erwartungsgemäß als Wachstumsbremse erwiesen hat, und bietet seine Produkte nun frei verkäuflich an:

"The subscription model has been a tremendous success, and consumers love getting their showrooms each month.

But not all consumers want to shop that way. A lot of them want to buy once every three or six months. This opens up another whole universe of customers and will allow us to be bigger. We want to own a greater “share of closet.”

It’s still not a typical ecommerce company, because it’s very personalized. We still offer products that are unique to you."

Wir hatten zuletzt bei der 35-Mio.-Dollar-Runde von Beachmint schon angemerkt, dass es sich bei derlei restriktiven Modellen unserer Meinung nach eher um "Weird Commerce" als um "Exciting Commerce" handelt.

Während es bei Beautypröbchen noch Sinn macht, auf regelmäßige Empfehlungen im Abo zu setzen, erschließt sich einem das Abo-Modell im Modebereich nur mit sehr viel Mühe.

Abos sind ein guter Zusatzservice für Waren des täglichen Bedarfs (von Socken bis Windeln), und sie eignen sich auch hervorragend zur Kundenbindung für eingefleischte Fans, weswegen uns zum Beispiel auch das neue Shoescribe von Yoox so begeistert.

Im Gegensatz zu Shoppingclubs sind Abodienste allerdings in ihrem natürlichen Wachstum beschränkt, weil man die Hürde für Erstbesteller unangemessen hoch setzt. Das dämmert offenbar nun auch den ersten Investoren, die bisher der mögliche Pro-Kopf-Umsatz die Sinne getrübt hat.

Shoedazzle wandelt sich jetzt zum Aktionsangebot für exklusive Neuheiten, was strategisch sehr viel mehr Sinn macht.

In dieser Woche erst hatte Honest eine Finanzierungsrunde von 27 Mio. Dollar bekannt gegeben; an Bord kurioserweise auch die Shoedazzle-Investoren von Lightspeed Ventures, die ohnehin auf dem Abo-Trip sind und neben den Genannten auch an Petflow beteiligt sind.

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