von Matthias Hell und Jochen Krisch
Inzwischen haben von Cyberport bis Redcoon die meisten Elektronikversender ihre Umsatzzahlen für 2011 vorgelegt. In der Entwicklung sieht das dann wie folgt aus:
Die höchste Wachstumsdynamik legte zuletzt die GetGoods AG an den Tag, die ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2011 auf 322 Mio. Euro verdoppelt und damit annähernd zu den Branchenführern aufgeschlossen hat. Das EBIT soll 2011 um rund 41% auf 6,2 Mio. Euro geklettert sein.
Neben dem Onlineshop Getgoods.de betreibt das in Frankfurt/Oder ansässige Unternehmen auch Handyshop.de sowie den Mitte 2011 übernommenen Elektroversender Home of Hardware, der vor der Übernahme auf einen Umsatz von 61 Mio. Euro kam.
Nach eigener Auskunft bleibt GetGoods auch im laufenden Jahr auf Wachstumskurs. So seien die Umsätze in den Monaten Januar und Februar um mehr als 30 Prozent gestiegen.
Die ITK-Branche fragt sich zwar zunehmend, woher der Spätstarter seine Umsätze nimmt:
„Branchenkenner weisen darauf hin, dass der Site Traffic der GetGoods-Shops deutlich hinter den Umsatzzahlen zurückbleibt.“
Doch GetGoods selbst verweist darauf, dass sich die Umsätze nicht nur aus einer Multi-Shop-Strategie ergeben, sondern dass das Unternehmen auch als Merchant auf Amazon und Ebay erhebliche Zusatzeinnahmen generiere.
An Wachstum nachgelassen hatte 2011 weiter Redcoon, das aber eigenem Bekunden zufolge Beschaffungsprobleme hatte.
