Ein jetzt schon legendäres Interview ("Ach ja, Zalando") hat "Schuh-Papst" Heinrich Deichmann der Frankfurter Rundschau gegeben. Es unterstreicht geradezu prototypisch, warum speziell die alteingesessenen Filialisten für ambitionierte Onliner weiter so leichte Opfer sind.
Ihnen fehlt noch komplett das Bewusstsein für Chancen und Gefahren. Lieber "investieren" sie weiter stolz "202 Mio. Euro" in neue Filialen als sich Gedanken zu machen, was die Vernetzung im Internet für ihr Stammgeschäft bedeutet und welche Rolle sie in einer online getriebenen Welt spielen könnten.
Im Prinzip legt Deichmann dieselbe Einstellung an den Tag wie seinerzeit Thalia & Co., die weiter eine Buchhalle nach der anderen eröffnet/übernommen haben und sich nun über "die Wucht der Internetwelle" wundern.
Dem Online-Handel soll es recht sein. Er kann die Gunst der Stunde nutzen. Die Produktivität der Filialen sinkt, und die Onliner nehmen dem stationären Handel weiter Marktanteile ab.
Wir hatten den Schuhmarkt kürzlich am Beispiel von Görtz beleuchtet.
"Challenge the POS!" lautet eines der zentralen Leitmotive für die K5-Konferenz am 20./21.9. in München: Wie kann der Online-Handel gegenüber dem stationären Einzelhandel punkten, wo ja auch heute schon sehr viel mehr möglich wäre.
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