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Wer schnappt sich Groupon für aktuell 1,35 Mrd. Euro?

Wer sich nicht von den Phantasiebewertungen rund um den Börsengang hat irritieren lassen, der bekommt Groupon, weiter eine Cashmaschine sondersgleichen und eine der spannendsten E-Commerce-Unternehmungen, inzwischen zum Schnäppchenpreis von aktuell 1,35 Mrd. Euro (1,72 Mrd. Dollar).

Groupon bleibt damit einer der heißesten Übernahmekandidaten – und die Frage ist eigentlich nur noch, wer zuschnappt – Yahoo ("Nutzt Marissa Mayer ihre zweite Chance?"), Ebay, Liberty Interactive (QVC & Co.) – oder gar Groupon selber, das die Übernahme bald aus dem eigenen Cashflow heraus finanzieren könnte?

Wirtschaftlich ist die Lage im Wesentlichen unverändert: Groupon hat die Gewinnschwelle erreicht, wächst aber aufgrund stark gesunkener Marketingaufwendungen entsprechend langsamer. Statista hat die wesentlichen Infos zum dritten Quartal in eine Infografik gepackt:

Auch bei Living Social haben sich die Investoren von den Phantasiebewertungen verabschiedet. Amazon hat seine Living-Social-Anteile unlängst entsprechend abgewertet (siehe auch "LivingSocial CEO responds to Amazon report: We’re not in as bad of shape as you might think").

Der aktionsgetriebene Online-Handel wird auch künftig eine bedeutsame Rolle im E-Commerce spielen. Der Vorteil der Ernüchterung bei Groupon & Co. ist nun allerdings, dass man sich jetzt
langsam wieder ernsthaft mit den Verkaufsmechaniken und den Geschäftsmodellen auseinandersetzen kann, die speziell im mobilen Web noch an Bedeutung gewinnen werden.

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