Gerade hat Kinnevik erstmals Geschäftszahlen für Home24 veröffentlicht, das investorenseitig gerne als das nächste IKEA verkauft wird. Da bietet sich ein vergleichender Blick auf die Umsatzentwicklungen an.
Während IKEA das Online-Geschäft in den Jahren 2009-2011 hat schleifen lassen, ging es erst 2011/12 wieder so richtig bergauf, ohne allerdings den bisherigen Online-Rekord von 2007/08 zu erreichen.
Von Home24 gibt es aktuell noch keine Zahlen für den deutschen Markt. Deshalb sind hier die internationalen Umsätze angetragen:
Auch wenn sich Home24 nicht annähernd so dynamisch entwickeln konnte wie ein Zalando, hat sich Home24 offenbar erst kürzlich das langfristige Engagement seiner Kapitalgeber gesichert. Gespannt kann man sein, ob IKEA beim dritten Online-Anlauf durchhält.
Auch die französische Möbelgruppe CAFOM hat jüngst wieder Online-Zahlen vorgelegt. Demnach sind die E-Commerce-Umsätze 2012 um 13% auf 54 Mio. Euro gestiegen (PDF). Siehe auch Online-Möbel-Discounter Vente-Unique macht 50 Mio. €/Jahr.
In der letzten Woche hat Butlers einen spannenden Ansatz für den (Online-)Möbelverkauf vorgestellt, der am Samstag starten sollte. Online ist davon allerdings noch nichts zu sehen. Ob Butlers damit den Möbelmarkt aufmischen kann, wird sich zeigen. Da Butlers gerade eifrig um private Geldgeber wirbt, sind die Geschäftsberichte für 2011 und 2012 online verfügbar. Die Butlers-Story gab es kürzlich in der Wirtschaftswoche.
Investorenseitig engagiert sich im Möbelmarkt neben Holtzbrinck Ventures (FashionForHome, Home24, Kiveda und Westwing) vor allem auch Seven Ventures.
Auf der K5 Konferenz am 12./13. September geben in diesem Jahr u.a. Westwing und Woonio ihre Einschätzungen zum Online-Markt für Wohnen und Einrichten.
