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Bekommt die Weltbild-Gruppe noch eine (Online-)Chance?

Wenn man sich dieser Tage mit den Weltbild-Onlinern unterhält, dann herrscht dort durchaus Aufbruchstimmung.

Der langjährige Online-Chef Klaus Driever hat die Verlagsgruppe zwar nach bald 15 Jahren verlassen, um nun die Allianz digital zu beschleunigen. Doch nicht zuletzt der Tolino-Stunt zeigt durchaus motivierende Wirkung.

Die Frage bleibt jetzt: Spielen Banken und Gesellschafter mit und finanzieren den ebenso kostspieligen wie unberechenbaren Umbau? Oder kriegen sie kalte Füße und lassen Weltbild an die Wand fahren?

In einem Update zur gestrigen Meldung ("Weltbild-Gruppe sieht sich von Insolvenz bedroht") beschreibt die FAZ heute die Lage bei Weltbild ("Deswegen steckt Weltbild in der Krise"):

"Weltbild hat eine neue Software implementiert und durch eine neue
Kommissionierungs-Anlage die Logistik verbessert.

Parallel zum Ausbau
der Internetaktivitäten wird der stationäre Handel zurückgefahren. Es
werden Geschäfte verkleinert oder geschlossen.

Den Filialen kommt in
Zukunft nur noch eine ergänzende Funktion an der Seite des
Internethandels zu."

Onliner, Geschäftsführung und Gesellschafter unter einen Hut zu bekommen, ist und bleibt die größte (Online-)Herausforderung für die etablierten Häuser (siehe auch Exchanges #06: Disruption an allen Fronten).

Selbst Neckermann, Quelle & Co. sind ja nicht an den Onlinern gescheitert.

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