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Bike24 geht an die Beteiligungsgesellschaft Riverside

Wo wir gerade über die Kapitalmärkte von morgen sprechen: Zum Jahreswechsel wurde bekannt („Kon­trol­l­er­werb Bi­ke24 GmbH, Dres­den“), dass Bike24 an die Beteiligungsgesellschaft Riverside geht.

Im Handelsregister lässt sich für Bike24, das, wie immer noch so einige erfolgreiche Onliner, unter dem Branchenradar läuft, aus Wareneinsatz und Rohertrag ein Umsatzniveau von gut 34 Mio. Euro (2012) ermitteln:

„Der Umsatz 2012 konnte im Vergleich zum Vorjahr um rund 25% gesteigert werden. Der Gewinn nach Steuern ist mitgewachsen, um rund 38% auf TEUR 3.676.“

Nach den zuletzt mehr als düsteren Aussichten für die Stationären bleibt zu hoffen, dass der Online-Handel nun zunehmend auch für Finanzinvestoren attraktiv wird, die ihr Kapital bisher lieber in Filial(ist)en steckten – wie zuletzt Advent in Douglas und Thalia oder 3i in Christ oder Afinum in Görtz.

Wenn Finanzinvestoren den Online-Handel entdecken

Prominentestes Beispiel für einen deutschen Internethändler, der auf Private Equity setzt, ist Fahrrad.de („Auch Fahrrad.de knackt die 100 Mio. Euro Umsatzmarke“), das vor einiger Zeit EQT an Bord genommen hat („Fahrrad.de übernimmt Outdoor-Shop Addnature für 27 Mio. €“).

Ohne allzu große Chancen auf Wachstumskapital verkaufen sich im Online-Handel immer noch die meisten der hiesigen Hoffnungsträger bei erstbester Gelegenheit an US-Konzerne – wie zuletzt MyTheresa an Neiman Marcus („Was steckt hinter dem Exit an Neiman Marcus?“) oder die Bergfreunde an Liberty Interactive („Mehr über den Verkauf an Backcountry“).

Doch mit Deals wie Bike24, den jüngsten Börsengängen („Exchanges #76: Erkenntnisse aus den Börsengängen 2014“) und dem Erwachen von Rewe, Metro & Co. scheint nun langsam ein Umdenken einzusetzen, das der Branche nur gut tun kann.

Mehr über diesen Sinneswandel auch auf dem Kapitalmarkttag am 19. März in München.

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