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Wieso Adidas bei Avenue A auf das falsche Pferd setzt

Ausgerechnet auf ein Abo-Modell setzt Adidas bei Avenue A. Und man fragt sich, wer auf solche Ideen kommt („Adidas’s $600-a-year subscription for workout clothes is testing the limits of a big shopping trend“)?

„So it’s hard to imagine who the customer is for Avenue A.“

An sich ist der Grundgedanke nicht schlecht, wenn Marken und Hersteller Fans und besondere Zielgruppen mit speziellen Angeboten bedienen. Aber natürlich würde sich statt eines Abo-Modells hier ein aktionsgetriebenes Clubangebot sehr viel besser eignen.

In einer der frühen Exchanges („Zulily und die nächste Welle der Clubkonzepte„) haben wir versucht darzustellen, wie populäre Marken/Hersteller prädestiniert sind, entsprechende Shoppingclubs zu entwickeln, die nicht mehr nur auf den fortwährenden Schlussverkauf, sondern auch auf Produkteinführungen und spezielle Produktangebote und Linien setzen könnten.

Avenue A unterstreicht, wie schwer sich analoge Unternehmen immer noch tun, adäquate (Online-)Angebote zu entwickeln. Die Trends haben alle auf dem Radar. Aber oftmals fehlt es an einem tiefergehenden Verständnis für die damit verbundenen Geschäftsmodelle und einem guten Gespür für geeignete Vertriebsstrategien.

Avenue A ist deshalb vor allem ein Beispiel, wie man es besser nicht angehen sollte. Man kann gespannt sein, ob Under Armour & Co. da mit zielführenderen Angeboten kommen.

Adidas hatte zuletzt auch das Marktplatzgeschäft ausgebaut („Adidas und Zalando mit Details zur neuen Vertriebspartnerschaft„) und für viel Geld Runtastic übernommen („Adidas schnappt sich Runtastic für 220 Mio. Euro„).

Mit den Umbrüchen im Sportmarkt haben wir uns zuletzt in den Exchanges #123 befasst.

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