Wenig überraschend („Click & Collapse“) spielen die Stationären im Online-Handel weiter kaum eine Rolle. Sehr deutlich wird das auch diesmal wieder in den Top 100 Online-Shops (PDF) bei den Mode-Anbietern, wo es für die Stationären zunehmend ums Überleben geht.
Neu in den Top 10 der führenden Online-Modespezialisten ist 2015 erstmals About You vertreten:
Im Jahr davor gab es vergleichsweise wenig Veränderungen. Deshalb haben wir uns die Übersicht für 2014 gespart. Erstmals tauchte damals Bestsecret in den Top 10 der Online-Spezialisten auf:
Spannender wurde es erst auf den Plätzen dahinter, wo sich mit Net-a-Porter (115), Navabi (117), Outfitter (121), Mytheresa (138) und anderen eine Fülle weiterer Online-Mode-Spezialisten tummelten.
Hier zur Orientierung nochmal die erste Übersicht für das Jahr 2013 („Top 100 Shops: Die deutsche Modebranche im Online-Raster“):
In keinem anderen Marktsegment gibt es bei den Online-Spezialisten inzwischen schon soviele Milliardenplayer wie im Modehandel. Und fast alle – besonders aber Vente-Privée – greifen weiter an.
Deswegen trügt der Blick auf den deutschen Markt. Zalando ist – international gesehen – keineswegs der enteilte Riese, als der er von den deutschen Medien gerne gehandelt wird. Gerade auch, wenn man die Online-Modeplayer aus dem asiatischen Raum berücksichtigt. Siehe Zozotown wächst mit neuem Geschäftsmodell auf 1,3 Mrd. €.
Angesichts der Marktdynamik und der Fülle möglicher Geschäftsmodelle hat uns die Online-Modebranche auch in den Exchanges zuletzt so stark beschäftigt wie keine andere Branche. Siehe Best of Exchanges („Die Umbrüche im Online-Modemarkt 2015“).
Das Mode-Ranking für den deutschen Markt basiert auf den Top 100 Online-Shops für 2015 (PDF), das, was die Umsatzangaben angeht, mit höchster Vorsicht zu genießen ist. Es kann deshalb nur einer sehr groben Orientierung dienen.
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