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Hermes will 100 Mio. € Zusatzkosten an den Handel abwälzen

Niemand versucht gerade so dreist von den eigenen Versäumnissen und Fehleinschätzungen abzulenken wie die Logistikbranche („Crossover Exchanges #12: DHL und Hermes in der Krise“). So rechnet Hermes für die kommenden Jahre mit zusätzlichen Kosten von 100 Mio. Euro und entsprechenden Preiserhöhungen, die es PR-seitig gerade allen Ernstes als Investitionsprogramm verkauften will.

Defacto wollen Hermes & Co. jedoch mit den Preiserhöhungen ihre überholten Geschäftsmodelle retten. So leiden gerade alle Paketdienste darunter, dass sie Amazon und das Marktpotenzial unterschätzt haben und sich nicht frühzeitig auf die neuen Gegebenheiten eingestellt haben.

Preiserhöhungen sind jetzt der Strohhalm, an den sie sich klammern. Diese werden ihnen aber langfristig nicht helfen, solange sie sich weiter vor allem als Paketschubser positionieren. Siehe dazu unter anderem auch Weil Amazon Logistics eben genau weiß, was in den Paketen ist bzw. die Exchanges #208 mit den 10 Hypothesen für die Logistik von morgen.

Bei Hermes sollte man zudem auch immer im Hinterkopf behalten, dass die Otto-Gruppe gerade versucht, Kapitalgeber für Hermes zu finden („Wer würde jetzt in Hermes investieren – und wer in Picnic?“).

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