Website-Icon Exciting Commerce

Otto macht Kasse und steigt vorzeitig bei eVentures Fonds aus

Da das operative Ergebnis wieder mal zu wünschen übrig lässt, hat der Otto-Konzern auch dieses Jahr wieder einen neuen Weg gefunden, das Finanzergebnis zu tunen.

Wurde für Otto letztes Jahr About You plötzlich zum großen Gewinnbringer, ehe es dieses Jahr aus der Ergebnisrechnung fiel, so ist Otto dieses Jahr gemäß Geschäftsbericht (PDF) vorzeitig aus einem eVentures Fonds ausgestiegen. Oder wie es das Handelsblatt formuliert:

„Die überraschendste Nachricht hat Otto-Finanzchefin Petra Scharner-Wolff auf Seite 158 des Geschäftsberichts untergebracht: Die Gruppe hat 51 Prozent an einem Fonds ihres Start-up-Builders eVentures an den kalifornischen Risikokapitalgeber Industry Ventures verkauft.

Abgestoßen werden zudem zwei kleinere Finanzdienstleister. Gesamtwert der verkauften Einheiten: 420 Millionen Euro.“

Industry Ventures präsentiert sich als „The Leading Liquidity Provider to the Venture Ecosystem“, springt also bei Geldsorgen/-bedarf ein.

Wenn der Otto-Konzern die Zukunft der Vergangenheit opfert

Alles in allem war das vergangene Geschäftsjahr bei der Otto-Gruppe geprägt davon, dass sie sich aus Zukunftsthemen zurückgezogen hat (in dem Fall aus About You und eVentures), um mit dem eingesparten bzw. gewonnenen Geld die Vergangenheit zu stützen (und hier vor allem Otto.de).

Und obwohl die Otto-Group weiter fleißig Wachstumsraten vermeldet, ist der ausgewiesene Konzernumsatz im letzten Jahr defacto gesunken auf 13,4 Mrd. Euro. PR-seitig spricht die Otto-Gruppe hier von „Sondersachverhalten“.

Siehe zu diesen Themen auch die Bilanzpressekonferenz, wo es am Ende dann doch noch so richtig zur Sache ging.

Frühere Beiträge zum Thema:

Die mobile Version verlassen