Die aktuelle Lage in Sachen Corona („Den Online-Handel erwarten jetzt extreme Corona-Wochen“) bringt die ohnehin bereits schwach aufgestellte Paketbranche endgültig an ihre Grenzen. So zieht heute diese DHL-Mail Kreise:
„Wir bitten um Ihr Verständnis für die aktuelle Situation, die in diesem Ausmaß auch für uns leider nicht vorhersehbar war.
Wir informieren Sie selbstverständlich, sobald die Bearbeitungszeiten wieder das gewohnte Niveau erreichen und zusätzliche Sonderabholungen wieder möglich sind.“
Die Engpässe gelten beileibe nicht nur für das Paketzentrum Hannover. Und auch nicht nur für Deutschland. In den USA hat sich für den drohenden Kollaps der Paketbranche der Begriff Shipageddon eingebürgert.
Aktuell befindet sich die ganze Branche in einer Sondersituation. Allerdings hat es die gesamte Paketbranche in den letzten Jahren versäumt, an zeitgemäßen Strukturen zu arbeiten, die für Paketmengen gemacht sind, wie sie vor 5 bis 10 Jahren noch unvorstellbar waren. Siehe dazu auch Pick8Ship und der Container-Moment in der Paketlogistik.
Und auch wenn der Druck im laufenden Weihnachtsgeschäft besonders hoch ist, so ist eine Entspannung der Lage auch danach fürs erste nicht in Sicht („Worauf sich der Online-Handel bis Mitte 2021 einstellen kann“).
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