Pattern, das sich in den USA mit Umsätzen von 1,8 Mrd. Dollar (+31%) als größter Amazon-Seller präsentiert, gibt im Börsenprospekt Einblicke in das Geschäftsmodell:
„We generate the substantial majority of our revenue from consumer product sales on global ecommerce marketplaces.
Pattern acquires inventory based on contractual relationships with brand partners and uses its platform to optimize the ecommerce equation by driving traffic, increasing conversion, managing price, and maintaining product availability across global ecommerce marketplaces. We operate on over 60 different marketplaces worldwide.
We target brand partners with a proven track record of selling highly rated products, a loyal customer base, and growth potential, assessed through our proprietary scorecard. Using our extensive data, we identify potential brand partners, and our sales team efficiently markets to and signs new brand partners.“
Pattern setzt auf ein Handelsmodell
Im Gegensatz zu vielen anderen verkauft Pattern, das 2013 als iServe gestartet ist, also nicht nur Eigenmarken oder fungiert in erster Linie als Dienstleister, sondern betreibt als Marktplatzhändler ein klassisches Handelsmodell – mit einer extremen Abhängigkeit von Amazon:
Strategisch setzt Pattern darauf, dass das Marktplatzgeschäft zunehmend komplexer wird und es auf Dauer von den Marken selber nicht mehr zu stemmen ist.
Die Marketing-Aufwände liegen bei 19%
Interessant sind die Sales & Marketing Aufwände, die bei Pattern knapp unter 19% liegen:
Mehr zu diesen und anderen Kennzahlen in den Börsenunterlagen. Ausführlich befassen wir uns mit Pattern auch kommende Woche in den Exchanges #383.
Marketplace Pulse sieht Pattern als eine Art Anti-Anker. Interessant ist in dem Zusammenhang auch der Vergleich mit chinesischen Amazon-Sellern, die bereits an der Börse sind.
Frühere Beiträge zum Thema:
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