Dieser Beitrag ist zugleich die Würdigung des Exciting Commerce Stars 2008.
Von Anfang an agierte Amiando anders als andere 2.0 Startups. Und zählt eben deshalb inzwischen – nicht nur hierzulande – zu den bahnbrechenden Diensten in Sachen Webverständnis und Zukunftsfähigkeit.
Schon zu einer Zeit, als noch alle 2.0 Startups Social Networks werden wollten (mit viel eigenem Traffic, Nutzerprofilen und allem Pipapo), konzentrierte sich Amiando auf seine Kernfunktion als (Einladungs- und Networking-)Tool.
"Wir wollen kein Social Network werden", hieß damals die Parole, sondern den Nutzern einen sinnvollen Service bieten.
2007 hat Amiando dann seinen Ticketdienst für jedermann gestartet, der es Klein- und Großveranstaltern ermöglicht, Parties, Events, Seminare und Kongresse so schnell und einfach wie möglich zu organsieren und abzuwickeln.
Damit hatte Amiando seine erste Erlösquelle und profitiert neben den Provisionseinnahmen von den Zinseinnahmen aus den Vorverkäufen.
Die entscheidenden (Innovations-)Sprünge kamen allerdings 2008 mit dem Relaunch im Sommer:
- Zu dieser Zeit hat Amiando nicht nur sein Viral Ticketing System gelauncht, bei die Teilnehmer Veranstaltungen im Freundes- und Bekanntenkreis promoten können.
- Seit dem Relaunch stehen Amiando-Nutzern zudem zig (externe und interne) Module zur Verfügung, um die Eventseiten aufzupeppen. Amiando bekommt hier einen Hauch von Netvibes:
- Im Herbst hat sich Amiando dann als erster europäischer Dienst Facebook Connect angeschlossen.
Im Webverständnis steht Amiando damit Plattformen wie Facebook in nichts nach und zeigt auf vorbildliche Art und Weise, wie sich ein zukunftsfähiger Dienst nach außen und innen öffnen kann (und muss), um sich vernetzbar zu machen:
- Die Amiando-Website gibt einen guten Überblick über aktuelle Features und Möglichkeiten.
- Promo-Banner und Widgets für die eigenen Veranstaltungen hat Amiando schon seit längerem.
- Wie Amiando Facebook Connect nutzt, ist auf der Anmeldungsseite zum LSD zu sehen.
- Amiando auf der eigenen Website zeigt die Next Conference.
Kürzlich hat Amiando sein Angebot neu strukturiert. Der professionelle Bereich soll künftig noch stärker in Richtung Eventmanagement ausgebaut werden und sich zu einer Art Salesforce für Events entwickeln:
Bei Exciting Commerce nutzen wir Amiando selber, um größere Veranstaltungen (LSD, etc.), aber auch kleinere Roundtables, etc. zu organisieren. Für uns ist es nicht zuletzt das perfekte Tool, um durch Unkostenbeiträge die No-Show-Quote zu reduzieren. Etwas, was vor Amiando ziemlich aufwendig war.
Bei aller Begeisterung für die konzeptionelle Weitsicht hat Amiando aber natürlich auch seine Schwächen im Detail. Vor allem in Sachen Nutzerführung (im Admin-Bereich) und Systemstablilität lässt Amiando ab und an noch zu wünschen übrig.
Nichtsdestotrotz spielt Amiando unter den deutschen E-Commerce Startups inzwischen in einer eigenen Liga und ist daher mit großem Abstand der Exciting Commerce Star des Jahres 2008.
VentureBeat hat im Sommer beschrieben, wie sich Amiando im Vergleich mit Eventbrite schlägt.
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