Das Groupon-Fieber liefert uns schon mal einen Vorgeschmack darauf, was erst passieren wird, wenn in den nächsten beiden Jahren wahlweise Twitter oder Facebook an die Börse gehen.
Burkhard Schneider hat einen hervorragenden Kommentar zum Thema ("Groupon-Klone: Quo vadis?"):
"Wenn es eines Beweises brauchte, dass die New Economy Hype
zurückgeschwappt ist, dann ist es die Hysterie rund um die
Groupon-Klone hier in Deutschland.
Anstatt mit guten Konzepten und
deren Umsetzung zu überzeugen, liefern sich die Gründer der einzelnen
Klone eine PR-Schlacht, wer schneller mehr Geld von VC´s und Business
Angels eingesammelt hat, um damit vermeintlich die beste
Ausgangssituation für die “Schlacht” zu haben.
Damit wird wie in der
besten New Economy Hysterie der Eindruck vermittelt, dass man mit viel
Geld den Erfolg kaufen kann. Das ist aus meiner Sicht ein großer
Trugschluss: Mit viel Geld macht man die teureren Fehler, ansonsten
nicht viel.
Schauen wir zurück. Die Samwers hatten mit Alando als
deutschen E-Bay-Klon viel Erfolg, weil Sie u.a. exklusive Werbeverträge
mit Megaportalen wie msn-Deutschland abgeschlossen hatten, um eine
Markteintrittsbarriere gegen Konkurrenten zu errichten.
Das Geld dafür
bekamen sie tatsächlich von einem VC, das u.a. für diese brachiale
Markteintrittsstrategie verwendet wurde.
Ich kann mich des Eindruckes
nicht verwehren, dass 10 Jahre danach immer noch viele mit diesem
Erfolgsmuster (Kaufe Dir den Markterfolg) Erfolg haben wollen.
Schon in New Economy-Zeiten ging diese Strategie in den wenigsten Fällen auf …"
Weiterlesen lohnt sich, denn das Social Web macht es heute um so vieles leichter, einen Hype zu schüren. Man kann gespannt sein, wer da künftig einen kühlen Kopf bewahren wird.
Wobei sich das Groupon-Fieber natürlich nicht auf Deutschland beschränkt ("Groupon and the Wannabes")
