Dass der Online-Handel, obwohl er mittlerweile zweistellige Milliardenumsätze einfährt und weiter in einem Rekordtempo wächst, immer noch keine politische Lobby hat ("Wie es zur "Button-Lösung" kam"), ist eine seiner größten Schwachstellen, gerade im Wettbewerb mit dem stationären Einzelhandel.
Jenseits von Amazon und Ebay hat das Zalando als einer der wenigen erkannt und in den letzten Monaten begonnen, neben der PR auch die politische Lobby-Arbeit zu intensivieren. Zalando entwickelt sich so zunehmend zum Sprachrohr des deutschen Online-Handels.
Im Zalando-Unternehmensblog hat sich der politische Sprecher Matthias Ernst jetzt erstmals auch öffentlich zu den Lobby-Aktivitäten geäußert:
"Mit dem starken Wachstum von Zalando in den letzten Jahren haben sich
auch die Anknüpfungspunkte mit der Politik erhöht.
Zum einen verfolgen
wir natürlich die politischen Debatten zu den uns betreffenden Themen
und sorgen dafür, dass die jeweiligen Fachabteilungen immer auf dem
neuesten Stand sind.
Ganz wichtig ist uns darüber hinaus der direkte
Dialog mit den Politikern, sei es zu aktuellen Themen wie der
Entwicklung des Online-Handels oder auch über das Unternehmen generell."
Über das zunehmende Selbstbewusstsein und speziell die PR- und Öffentlichkeitsoffensive der Samwers hatten wir kürzlich in den Exchanges #15 ("Die größten Samwers aller Zeiten") gesprochen, über die tektonischen Marktverschiebungen in den Exchanges #4 ("Die Getriebenen").
Die 500 stärksten Online-Händler treffen sich am 12./13. September in München, um sich über Strategie- und Wachstumsthemen auszutauschen
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