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Weltbild präsentiert sich nun auch selber als Sanierungsfall

"Wir sind keine Schönheitschirurgen, sondern Notärzte" (Weltbild-Sanierer Josef Schultheis)

Die insolvenzgefährdete Weltbild-Gruppe hat noch eine bischöfliche Gnadenfrist bekommen und präsentiert sich nach dem vielen Zweckoptimismus der letzten Zeit nun erstmals auch selber als Sanierungsfall (siehe Ankündigung).

Die Süddeutsche Zeitung beschreibt heute eindringlich die Lage bei Weltbild ("Jede Filiale muss sich rechnen"):

"Wir wollen wissen, was ihr wollt, sagen die Bankenvertreter. Sonst gibt es kein Geld mehr."

Wie das Schuhhaus Görtz sucht auch die Weltbild-Gruppe nach finanzstarken Rettern.

Ähnlich dramatisch bleibt die Lage bei Karstadt. Dort hatte man erst kürzlich sein Tafelsilber verkauft. Auch dort kann der beste Online-Relaunch den Niedergang wohl kaum noch aufhalten.

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub hat diese Woche als einer von wenigen im Einzelhandel einmal mehr Klartext gesprochen – zur Zukunft von Karstadt und Kaufhof ("Das klassische Kaufhaus hat sich überlebt") und dem Handel im Allgemeinen ("Das Ende vieler Händler").

Die Wirtschaftswoche widmet sich online in besonderer Weise der Überlebensfähigkeit bzw. dem Niedergang des deutschen Einzelhandels.

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