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Samwer Report: Glossybox zieht international die Reißleine

"Glückt Glossybox (doch noch) der nächste Groupon-Stunt?", haben wir uns im letzten Dezember gefragt: "Wir halten den Atem an. Und sind gespannt."

Inzwischen ist klar, dass das Kalkül der Samwers, die bei Groupon mit ihrer Hauruck-Internationalisierung viel verbrannte Erde hinterlassen haben, diesmal nicht aufgegangen ist.

Wie Gründerszene berichtet, ist Glossybox dabei, die Reißleine zu ziehen ("Weniger Mitarbeiter, weniger internationales Geschäft, mehr Fokus auf die Kernmärkte"):

"Rund 55 Millionen Euro wurden bislang in Glossybox investiert. Entsprechend hoch dürfte auch der Erwartungsdruck der Investoren sein.

Es sei von dem Geld noch genug auf den Konten, sagt von Abercron. Und in den Hauptländern laufe das Geschäft gut.

Im wirtschaftlichen Kern sei man gesund, „weder hochprofitabel noch defizitär“, formuliert es von Abercron."

Glossybox-Vorbild Birchbox hatte sich bei seiner Europa-Expansion im September 2012 nicht für Glossybox, sondern für die französische Jolibox entschieden. Damit war die Vorentscheidung eigentlich schon gefallen.

Während Gründerszene über die "Neufokussierung" von Glossybox berichtet, konnten sich die selbsternannten "Weltmarktführer im Bereich Beautyboxen" erst diese Woche über eine schöne PR-Jubelstory im "Handelsjournal" freuen.

Birchbox bekam zuletzt im Sommer jede Menge Presse, als es die Marke von 400.000 Abonnent(inn)en knackte. Mitgründerin Katia Beauchamp spricht im Dezember auf der LeWeb-Konferenz in Paris.

Auch immer ein ganz guter Orientierungspunkt: Kinnevik, das 24% der Anteile hält, hatte Glossybox (aka Beauty Trend GmbH) im Geschäftsbericht 2012 (PDF) mit umgerechnet rund 55 Mio. Euro bewertet, und damit leicht unter dem Wert von 2011.

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