Mit seiner freiwilligen Geschäftsaufgabe sorgt dieser Tage der in Branchenkreisen durchaus angesehene Möbelhändler Mambo für Schlagzeilen („Familienunternehmen: Möbelhaus Mambo schließt alle Filialen in Köln und Bonn“). Eine bittere, aber angesichts der Marktentwicklungen durchaus vernünftige Entscheidung („Ausverkauf beim Mambo in Bonn“):
„Mambo ist nicht pleite, sondern beendet geordnet sein Geschäft.
Im Rückblick hätte er schon vor drei Jahren schließen sollen, sagt Kopprasch. Damals seien die Zahlen eingebrochen, trotz Umstrukturierung habe man das Ruder nicht mehr rumreißen können.
Er selbst habe schlechtem Geld noch viel gutes hinterher geschmissen. 31 Jahre hat er selbst bei Mambo gearbeitet.“
Nachdem sie den Markt jahrelang mit ihren Pseudo-Studien überschwemmt haben, müssen nun die ersten Marktforscher und Omni-Channel-„Experten“ kleinlaut einräumen, dass „nur 6 Prozent aller Käufe echte Cross-Channel-Käufe sind“.
Wer online nicht wettbewerbsfähig ist, hat verloren. Da hilft alles Schönbeten nichts. Die Vorlieben der Kunden haben sich geändert („Exchanges #159: Drei Generationen Vielbesteller“). Auch wenn das so manche Beratertruppe nicht wahrhaben will.
Am peinlichsten gerade Bain & Company („Trotz E-Commerce: Generation Y bevorzugt echtes Shopping-Erlebnis“) mit ihrer Promo-Studie für Farfetch („Farfetch und die “Store of the Future”-Vision für 2025“).
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