Während Deutsche Post und DHL gerade im Rahmen ihres aktuellen Sparprogramms mit Hochdruck daran arbeiten, möglichst viele ihrer Postbeamten in den (Vor-)Ruhestand zu versetzen, sollen die verbleibenden Postboten zunehmend die Paketzusteller entlasten. Dementsprechend soll bei der (Brief-)Post das Geschäft mit „Warensendungen“ ausgebaut werden:
„Für kleinformatige Warensendungen bis 1.000 Gramm führt die Deutsche Post einen neuen und schnellen Versandservice ein.
Der Einführung ging eine Testphase bei ausgewählten Geschäftskunden voraus. Nun können alle Kunden ihre kleinformatigen Waren mit der Warenpost National versenden.
Ebenfalls neu im E-Commerce-Versandportfolio der Deutschen Post ist die „Warenpost international“ für kleinformatige Güter und Waren bis zu einem Gewicht von 2.000 Gramm.“
Die zugehörige Pressemitteilung („Deutscht Post führt neues Produkt „Warenpost“ ein“) ist nicht mehr online. Die Warensendungen sind in Größe und Gewicht offenbar so konzipiert, dass sie von den Briefsortiermaschinen verarbeitet werden können.
Wohl nicht ohne Grund nimmt auch Amazon gerade sein erstes Small and Light (SnL) Lager in Betrieb.
Im Unterschied zum Paket haben „Warensendungen“ für den Online-Handel und seine Kunden den Vorteil, dass sie problemlos in den Briefkasten geliefert werden können.
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