Dass sich Otto selbst für das Größte hält, ist kein großes Geheimnis. Nur klaffen EIgen- und Fremdwahrnehmung zunehmend auseinander.
So blendet Otto in der Selbstdarstellung weiter Amazon, mit großem Abstand die Nr. 1 im deutschen Online-Handel, aus und bezeichnet sich in der aktuellen Pressemitteilung beinahe mantraartig gleich mehrmals als „der größte deutsche Online-Shop“:
„Mit 18 Millionen Artikeln von mehr als 34.000 Marken, 12 Millionen Kund*innen und rund 6.500 Partnern ist OTTO (otto.de) der größte deutsche Onlineshop.
Im Geschäftsjahr 2023/24 erzielte OTTO einen Umsatz (GMV) von 6,5 Milliarden Euro. OTTO ist Teil der international tätigen Otto Group mit Sitz in Hamburg und beschäftigt deutschlandweit 6.000 Menschen.“
PR-seitig muss Otto gerade von vielerlei Themen ablenken.
Schließlich lief es vor allem im Stammgeschäft zuletzt eher unrund. Und durch seine von ganz oben verordnete Kehrtwende in der Personalpolitik hat es sich Otto gerade mit der Belegschaft verscherzt.
Zudem steht Otto vor dem größten Umbau seiner Firmengeschichte. Und auch sonst holpert es weiter beim „Generationenwechsel“.
Frühere Beiträge zum Thema:
- Otto soll ohne Altlasten an die nächste Generation gehen
- Otto will sich auf Kosten der Marktplatzhändler sanieren
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