Wie das Bundeskartellamt (für den 16.1.2012) meldet, will Rocket Internet beim Schmuckhändler 21Diamonds einsteigen, einem Holtzbrinck-Startup, das bis zum Jahreswechsel noch unter Les Facettes firmiert hat.
Ungewöhnlich daran: Haben bisher immer die Samwers gecastet und Holtzbrinck hinzugenommen (vgl. Zalando, Home24/FP Commerce, Glossybox, etc.), so scheint es diesmal andersherum zu sein. Im Fall von 21Diamonds reichen die internationalen Vorbilder von Gemvara bis Bluenile. Den aktivierten Domains zufolge will 21Diamonds nun offenbar europaweit durchstarten.
Im Grunde ist es peinlich, dass Gründer mit derlei vergleichsweise banalen E-Commerce-Konzepten heute überhaupt noch antreten können. Aber solange sich Christ & Co. im Multi-Channel-Allerlei verzetteln (siehe das Online-Schlamassel von Douglas), liegt der Online-Schmuckmarkt brach. Damit bleibt die Bahn frei für ambitionierte Neustarter, die den Online-Markt gezielt besetzen wollen.
Im Vergleich zu 21Diamonds weniger Glück hatte Holtzbrinck zuletzt mit Miosato, das vor einigen Wochen erst still und heimlich aus der Portfolio-Übersicht verschwunden ist und nun die obligatorische Aus-Meldung von Deutsche Startups bekommen hat. (Exciting Commerce berichtet über derlei "Startups" erst gar nicht mehr, selbst wenn Holtzbrinck & Co. dahinterstecken.)
Unser Schmuckstück unter den "Schmuckstartups" ist und bleibt aber natürlich bis auf weiteres das "börsennotierte" Rockberries, das sich – trash as trash can – im Einklang mit der Börsenpresse einer Art New Economy Revival verschrieben zu haben scheint.
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