Nach 110 Mio. Euro im Februar hat Hellofresh vor dem Börsengang weitere 75 Mio. Euro bekommen. Die Bewertung ist dabei von 600 Mio. Euro im Februar auf nun 2,6 Mrd. Euro explodiert.
Erhellender als die jeweiligen Pressemitteilungen von Hellofresh und von Rocket Internet ist die „Quasi-Adhoc-Mitteilung“ von Rocket Internet (Hervorhebung von uns):
„Investitionsgesellschaften von Baillie Gifford investieren 75,0 Millionen Euro in HelloFresh.
Auf Basis dieser Finanzierungsrunde erhöht sich die Post-Money Bewertung von HelloFresh von 0,6 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro (vor Berücksichtigung von weiteren Managementbeteiligungen).
Der Gesamtanteil von Rocket Internet an HelloFresh ändert sich aufgrund dieser Kapitalerhöhung von 58,9% (Erhöhung um 7,2% von 51,7% durch den vorhergehenden Kauf bestehender Anteile) auf 57,2% (vor Berücksichtigung von weiteren Managementbeteiligungen).“
Wen genau Rocket Internet vor der Kapitalerhöhung in welcher Höhe herausgekauft hat, lässt sich den Unterlagen nicht entnehmen.
Hellofresh hat sich in den letzten Wochen und Monaten reorganisiert und im Rahmen der Hellofresh Group u.a. das Deutschlandgeschäft in eine eigene Gesellschaft ausgelagert.
Zugleich lässt Hellofresh eine börsenfitte Rechtsabteilung aufbauen und bekommt zum 1. Oktober einen einen CFO für den Börsengang.
Hellofresh-Gründer Dominik Richter hat letzte Woche auf der K5 in einer Keynote-Session gute Einblicke in die Strategie gegeben. Zu den Börsenplänen wollte er sich nicht äußern.
Mehr zu den Ambitionen von Hellofresh auch in den Exchanges #109 („Wie Hellofresh den Food-Markt knacken will„).
Während die Hellofresh-Bewertung nun bei 2,6 Mrd. Euro liegt, hat die Rocket-Bewertung an der Börse gestern mit 3,68 Mrd. Euro einen neuen Tiefpunkt erreicht.
Frühere Beiträge zum Thema:
