Zooplus ist eine Online-Effizienzmaschine sondersgleichen, die es mit relativ wenig Kapitaleinsatz ziemlich weit gebracht hat, die in ihrer extremen Performance-Orientierung allerdings immer wieder auch an ihre Grenzen stößt. So wie jetzt bei der Gewinnung von Neukunden:
Um sich dabei künftig weniger abhängig von Google & Co. zu machen, will sich Zooplus jetzt marketingseitig aus der Deckung wagen und nicht zuletzt auch die Markenbekanntheit steigern:
Denn auf der einen Seite ist es Zooplus in den letzten Jahren wie nur ganz wenigen gelungen, einen paneuropäischen Champion aufzubauen, der online sehr gut angenommen wird und von seiner Stammkundschaft bestens leben kann:
Auf der anderen Seite ist Zooplus bei Kunden, die stationär kaufen, noch zu wenig bekannt. Besonders letzteres soll sich künftig ändern, wie Zooplus heute beim Kapitalmarkttag (PDF) erläutert hat:
So hat Zooplus Ende Februar erstmals in seiner 20-jährigen Geschichte zu einem Suppliers Day eingeladen, um gemeinsam mit den Marken und Herstellern Zooplus und die Vorzüge des Online-Handels zu propagieren:
Außerdem will Zooplus – angeregt durch Aufsteiger wie Chewy.com – künftig um einiges emotionaler werden und weniger transaktionsorientiert. Siehe dazu auch Zooplus will auf Service-Plattform statt auf Marktplatz setzen
All das wäre eine ziemlicher Kulturbruch für Zooplus, das bisher voller Stolz auf operative Exzellenz gesetzt hat und darüber hinaus kaum für sich getrommelt hat.
Man kann also einigermaßen gespannt sein, wie Zooplus in das neue Jahrzehnt geht.
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