DHL freut sich weiter, dass das mit den Preiserhöhungen so gut klappt, dass es seine strukturellen Defizite fürs erste nicht angehen muss. So konnte DHL das Volumenwachstum im dritten Quartal weiter drücken von 6,6% in Q2 auf jetzt noch 6,1%:
In den Quartalsunterlagen (PDF) zeigt DHL diesmal auch, wo es am meisten profitiert. Gar nicht so sehr bei den vielen kleinen Händlern, wie man meinen könnte, sondern bei den Accounts mittlerer Größenordnung:
Bei Amazon & Co. dürfte DHL zunehmend auf Granit beißen, bei den Kleinen dürften zwar die Preise gestiegen sein. Dort dürfte aber vertriebsseitig nicht der Fokus liegen, um deren Anzahl noch kräftig zu steigern.
Das mittlere Segment sitzt hingegen in der Zwickmühle, da es auf DHL & Co. angewiesen ist und noch zu wenig Druckmittel hat. Das sind aber genau die Händler, die an eigenen Lösungen für die letzte Meile arbeiten sollten und/oder sich nach Alternativen umsehen sollten, um in den Jahren nach 2025 nicht dumm da zu stehen.
Mit der DHL-Strategie hatten wir uns ausführlich in den Exchanges #237 befasst:
Im Oktober hatten wir zudem einen entsprechenden Themenfokus auf DHL und den Alternativen.
Frühere Beiträge zum Thema:
