DHL überlässt Amazon Logistics weiter das Feld (Update)

DHL kennt weiter nur eine Strategie – und die heißt Preiserhöhungen! Im 2. Quartal konnte man sich so mit einem Paketwachstum von 6,6% begnügen (PDF).

In Q1 lag das Wachstum noch bei 7,7% im Paketvolumen bzw. 9,8% beim Umsatz (PDF-Quelle).

DHL ist aktuell bereit, Marktanteile abzugeben. Und so scheint es momentan ganz so, als ob DHL Amazon Logistics die Großstädte komplett überlassen will:

Denn so mancher würde sich mittlerweile verwundert die Augen reiben, wenn die Amazon City Logistik in München oder in Berlin schon komplett auf Prime-Vans setzen würde:

Siehe dazu auch Moin, Moin: Amazon Logistics liefert jetzt auch in Hamburg aus

Der Online-Handel (jenseits von Amazon) sollte die aktuellen Entwicklungen in der Zustelllogistik sehr genau im Auge behalten (siehe dazu auch unsere Exchanges-Serie) und idealerweise an einem Plan B arbeiten:

Denn wie DHL seine strukturellen Defizite in den Griff bekommen will, lässt die aktuelle Präsentation (PDF) weiter offen.

Ein Kapitalmarkttag ist für den 1. Oktober geplant, wo dann ggf. die Strategie für 2025 vorgestellt wird. Siehe auch DHL auf der Wachstumsbremse: Was plant der neue Vorstand?

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Amazon, Logistik

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  1. „Dann geh doch zu Amazon!“ ;)
    Als Berliner kenne ich übrigens keinen Empfänger, der mit „Amazon Logistics“ Leistungen zufrieden wäre. Und weder die noch ich sind große DHL-Freunde.
    Dass ich die Preisnormalisierung auf Seiten der Transporteure als gerechtfertigt sehe, habe ich hier schon an anderer Stelle argumentiert.
    Um ehrlich zu sein, feiere ich gerade, dass mal jemand gegenüber Amazon Kante zeigt. Natürlich nicht Dhl, sondern Fedex: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/paketdienstleister-fedex-laesst-weiteren-liefervertrag-mit-amazon-auslaufen/24880352.html

    • Ich hatte es vor ein paar Monaten auch noch für unmöglich gehalten, dass ein Carrier die Eier hat, sich gegen Amazon aufzulehnen. Ich frage mich, was passieren würde, wenn ne DHL zu Amazon geht und sagt: „Kollegen ab nächsten Monat hätten wir gern 50 cent mehr fürs Paket“.

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