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Advent: Erst raus bei Hermes, jetzt mit FedEx rein bei InPost

Europas Logistikbranche formiert sich gerade neu. Und nach der überraschenden Vorankündigung Anfang Januar ist jetzt offiziell, an wen InPost gehen soll, das auf der letzten Meile nicht nur DHL zeigt, was möglich wäre („InPost betreibt 47.000 Paketautomaten“).

FedEx und Advent schnappen sich InPost

Demnach will sich der Finanzinvestor Advent – nach dem Rückzug bei Hermes („Otto bekommt Hermes nach 5 Jahren wieder zurück“) –  erneut bei InPost engagieren, diesmal gemeinsam mit FedEx (PDF-Quelle):

„The Consortium will help drive InPost’s growth potential as a leading European e-commerce solutions enabler by supporting its existing growth strategy including further expansion of its parcel locker network and growth in consumer-centric digital solutions.“

Bemerkenswert ist der Deal gleich in mehrfacher Hinsicht. So war Advent bereits ab 2017 an InPost beteiligt – bis zum Börsengang 2021.

Lag die Bewertung beim IPO bei rund 8 Mrd. Euro, soll InPost nun, deutlich größer als damals, zu einer ähnlichen Bewertung von rund 7,8 Mrd. Euro wieder von der Börse genommen werden.

Wie geht es jetzt mit InPost weiter?

Spannend wird, ob und wie sich InPost in den kommenden Jahren weiter verstärkt und ob sich die Gruppe zum Beispiel Hermes für den deutschen Markt schnappen kann.

Der Fokus liegt auf der letzte Meile im E-Commerce

Hier noch einmal gut zu sehen, wie sich InPost aus Polen heraus binnen weniger Jahre zu einem europäischen Player entwickelt hat – mit klarem Fokus auf den Online-Handel und die letzte Meile (PDF-Quelle):

Und was wird aus Hermes?

Schon in den 5 Ausstiegsszenarien für Hermes war der Verkauf an InPost eine der möglichen Optionen. Schließlich hatte InPost bereits das Frankreichgeschäft von Hermes übernommen. Doch irgendwas oder irgendwer stand einem solchen Deal wohl im Weg.

Aber natürlich bleibt diese Option auch weiterhin bestehen.

Die nächsten Last Mile Services kommen aus China

Letztlich wirkt der Einstieg von FedEx bei InPost ein bisschen anachronistisch. Schließlich hat FedEx seinen Zenith 2022 erreicht und hat seitdem mit rückläufigen Umsätzen zu kämpfen, von denen es sich nur langsam wieder erholt.

Denn auch in der Logistik liegt die Zukunft in China. Und es bleibt nur eine Frage der Zeit, bis die neuen Anbieter aus China (bzw. Südostasien) auch stärker auf dem europäischen Markt Fuß fassen werden.

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