„Preiserhöhungen und Packstationen“ heißt die DHL-Strategie für den Online-Handel 2030. Und während das mit den Preiserhöhungen ganz gut klappt, ist das bei den Packstationen weniger so.
Statt der für 2023 angekündigten 15.000 Packstationen waren es am Ende nur 13.000. In den jüngsten Ankündigungen sollen nun aus 15.000 Packstationen (2024) 30.000 werden – bis 2030.
DHL hinkt den (Markt-)Entwicklungen hinterher
DHL hat den Markt lange unterschätzt, dabei die 10er-Jahre verschlafen und ist im Grunde erst aufgewacht, als Amazon ernst gemacht hat, seine eigene Logistik gestartet hat und selber in Abholautomaten investiert hat (siehe dazu auch Frank Appel hat Amazon Logistics ermöglicht. Was bringt der neue DHL-Chef?)
Inzwischen sind es allerdings nicht nur Amazon und Zalando, sondern vor allem auch Discounter wie Shein oder Temu, die den Paketmarkt fluten. Und es bleibt nicht ausgeschlossen, dass sich einer der chinesischen Anbieter dieses Jahr noch Hermes schnappt.
Sind Packstationen die Lösung für 2030?
Ob sich das Logistikproblem bis 2030 ausschließlich mit Packstationen lösen lässt, sei dahin gestellt. Im Grunde bräuchte es für den Online-Handel heute schon smartere Lösungen (siehe die aktuellen Exchanges #367), wie sie in der Lieferlogistik aktuell vor allem Foodanbieter wie Picnic vorantreiben.
Frühere Beiträge zum Thema:
- DHL Strategie 2030: Nichts Neues für den Online-Handel
- Frank Appel hat Amazon Logistics ermöglicht. Was bringt der neue DHL-Chef?
- DHL verspricht jetzt 15.000 Packstationen – weiter viel zu wenig!
- DHL schüttet Corona-Milliarden lieber aus statt zu investieren
- Exchanges #353: Silk Road E-Commerce
- E-Commerce vs. Logistik – im IWML Logistik Podcast #228
- Exchanges #260: Hermes und DHL vs. Amazon Logistics
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Kategorien:Logistik

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