BeautyDeal: Samwers Rocket Internet auf E-Commerce-Kurs

Der Samwer-Clan nutzt die Gunst der Stunde und schießt über seine Online-Schmiede Rocket Internet gerade einen erfolgsträchtigen Online-Shop nach dem anderen in die Umlaufbahn: Jeder für sich nichts Spektakuläres, in Summe allerdings ziemlich eindrucksvoll.

Rocketinternet

Zu den bereits spruchreifen Projekten wie Netzoptiker (Brillen), Zalando (Schuhe), Enamora (Dessous) und 7trends (Mode), die in den vergangenen Monaten Zug um Zug online gegangen sind, (und sicherlich noch einigen unentdeckten,) gesellt sich neuerdings auch Beautydeal (Kosmetik).

Die Gründerszene lieferte heute ein paar Hintergründe dazu:

"Geschäftsführer ist zurzeit Just Beyer, ein Investment Manager des
European Founders Fund, der an der WHU studiert hat und nun die
Geschicke des Parfüm- und Kosmetik-Portals (womöglich übergangsweise)
leitet.

Beautydeal ist ein Angebot der Teutocom GmbH, an dem gemäß
Handelsregister der Samwer’sche Inkubator Rocket Internet den
Löwenanteil der Shares auf seiner Seite hat.

Knapp 50 Prozent gehören
dem Berliner Unternehmen. Daneben hält der Kölner Venture Capitalist DuMont Venture Holding knapp 23 Prozent der Anteile, weitere neun Prozent sind im Besitz der Grey Corporate Investments AG aus Zürich."

Alle E-Commerce-Neugründungen der letzten Monate sind Kopien bekannter internationaler Vorbilder, die allesamt perfekt in die ebenfalls taufrische Ladenzeile passen.

Spannend sind diese Aktivitäten nicht nur, weil sich die Samwers ausschließlich auf noch fehlende Category Killer fokussieren, sondern weil sie von BuyVIP über Tradoria bis hin zu Trusted Shops an unzähligen weiteren E-Commerce-Unternehmen beteiligt sind.

Zwar bezweifeln Skeptiker die Handelskompetenz der einzelnen Teams, aber diese wird wohl im Zweifel weniger den Ausschlag geben als die geballte Online-Kompetenz des Inkubators.

Wenn hierzulande schon die alteingesessenen Händler das Internet scheuen und als aktive Marktgestalter ausfallen, dann muss eben jemand anderes einspringen und wenigstens die naheliegendsten Online-Konzepte umsetzen (lassen), sei es, um den internationalen Vorbildern den Weg auf den deutschen Markt zu ebnen – oder sie später an die deutschen Handelshäuser zu veräußern. Wir sind gespannt, ob die Rechnung aufgeht.

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Kategorien:Shopboerse

8 replies

  1. ecommerce ist weiter am boomen und die Deutschen Handelsriesen mit Ausnahme von Otto haben aktuell ja gerade andere Sorgen :-)

  2. naja im prinzip machen sie also das was sie bisher immer gut konnten – konzepte aus anderen ländern in deutschland einführen und dann irgendwann verkaufen. Dass dieses Konzept aufgehen kann haben sie ja schon bewiesen – könnte mir auch vorstellen dass Unternehmen wie Douglas irgendwann mal Beautydeal als „Billigschiene“ sich einverleiben…

  3. Naja, bei den Beispielen geht´s ja imo nicht nur darum, internationale Vorbilder zu imitieren, sondern v.a. darum, Nischen zu besetzen, weil Google (SEO) und Kunden (Vertrauen Experten) Nischen mögen.
    Ich denke, dass eine Diversifikation auch für „die Großen“ ein richtiger Schritt wäre. Shared basket dazu und fertig. Ob es dabei unbedingt sinnvoll ist, die Rocket Internet-Klitschen aufzukaufen, sei dahingestellt.

  4. News-Recycling am Wochenende

    Quelle: techbanger.de / ITam GmbH
    Heute möchten wir wieder einmal auf interessante Nachrichten aus den vergangenen Tagen verweisen, die es zwar unsere die nähere Auswahl geschafft haben aber letzten Endes doch nicht zeitnah aufgegriffen wurden.
    Stud…

  5. Ende letzter Woche hat Rocket Internet überraschenderweise bekanntgegeben, dass einige grosse Projekte wie Dealstreet und MyBrands eingestampft werden. Bei der Masse an Investitionen dürfte das den Erfolg des Unternehmens jedoch nicht bremsen, schließlich hat man noch mehrere diverse Topprojekte, die gute Ergebnisse erzielen.

  6. Bekannt gegeben hat Rocket Internet rein gar nichts. Es wurden Gerüchte kolpotiert. Alle Seiten sind noch online.

  7. Nun, bei DealStreet laufen gerade noch 13 Auktionen pro Tag. Ein Blick bei XING zeigt auch, dass fast alle kürzlich noch rekrutierten Mitarbeiter alle mittlerweile nach nur wenigen Monaten woanders untergekommen sind – das sieht schon sehr nach Abwicklung aus.

  8. ja. seh ich auch so. außerdem wirds wohl auch ecareer treffen.

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