Die Top-Möbelhäuser bei der K5 Konferenz für E-Commerce

Bei der K5 Konferenz freuen wir uns nicht nur auf die Top-Elektronikversender und die Top-Weinhändler, sondern auch auf die stärksten Möbelversender.

Der Online-Möbelmarkt hinkt der allgemeinen E-Commere-Entwicklung stark hinterher und hat entsprechenden Nachholbedarf.

Moebelprofi2011

Was zum einen an den Pure Playern liegt, wo sich noch keiner durchsetzen konnte, zum anderen aber auch an den Big Playern, die online noch kaum vertreten sind. Von Roller einmal abgesehen, verkauft aktuell noch kaum eines der großen Einrichtungshäuser ernsthaft online.

Poco-Domäne lässt sich gerade beim Kartellamt die Übernahme des Hamburger Moebelhaus.de absegnen, das 2009 rund 13 Mio. Euro Umsatz erzielt hat, größtenteils allerdings stationär:

Moebelhaus

Selbst IKEA durchlebt gerade seinen Media-Markt-Moment und fährt E-Commerce auf Sparflamme.

Von zwischenzeitlich greifbaren 100 Mio. Euro ist IKEA mittlerweile wieder weit entfernt, musste doch auch der Möbelriese feststellen, wie schwer es ist, als stationärer Händler profitablen E-Commerce zu betreiben.

Schon 2009 las sich der Abgesang aufs Online-Geschäft so:

"Im Bereich Home-Shopping, wozu auch der Online-Shop gehört, gingen die Umsätze allerdings um 20 Prozent auf 62 Millionen Euro zurück.

"Wir haben aufgehört, die Versandkosten in diesem Bereich zu subventionieren", erläuterte Hesser den Einbruch.

"Über eine neue strategische Ausrichtung im Home-Shopping führen wir derzeit intern Diskussionen"."

Die Diskussionen führt IKEA immer noch. Wer sich einstweilen das 59-Euro-Billyregal für 79 Euro Versandkosten schicken lassen will, der kommt bei IKEA voll auf seinen Kosten.

Nichtsdestotrotz ist im Online-Möbelmarkt sehr viel Bewegung ("Internetanbieter wollen die Branche umkrempeln"). Die Samwers haben mit Möbel-Profi (s. WorldStores vs. FP Commerce) und Fashion4Home gleich zwei Feuer im Eisen.

Ein bemerkenswerter Newcomer ist auch Avandeo, das vom Sitzsack bis zum Sofa lieferkostenfrei verschickt und es mit Umsätzen im siebenstelligen Bereich auf Anhieb auch unter die Top 500 der stärksten Online-Shops geschafft hat:

Avandeo

"Im ersten Geschäftsjahr hatten wir einen siebenstelligen Umsatz, wir wollen achtstellig werden", vermeldet Gersch. Auch er glaubt, dass der Verdrängungswettkampf der Onliner noch auf sich warten lassen wird: "Wir haben alle ein Riesenwachstumspotential. Onlinehandel ist kein Modell, das den Offlinemarkt komplett revolutioniert. Aber es wird definitiv keine Nische bleiben."

Für die K5 Konferenz haben sich von Kabs über Design 3000 und Livingo/Internetstores (siehe auch Die ersten K5 Speaker) bis zu von Wilmowsky bereits viele Spezialisten und Online-Aufsteiger aus dem Segment "Wohnen und Einrichten" angesagt. So ist von Gartenschaukeln bis zu Duschkabinen schon jetzt alles vertreten. Im Möbelbereich freuen wir uns auch über spannende Startups.

Ermäßigte Händlertickets gibt es weiterhin für 150 Euro (auf Anfrage)

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:k5, Shopboerse

  1. :-)

    Wer sich einstweilen das 59-Euro-Billyregal für 79 Euro Versandkosten schicken lassen will, der kommt bei IKEA voll auf seinen Kosten.

  2. Im Privatumfeld kann ich bezüglich IKEA Online auch nur meckern. Wir haben allerdings gerade eine neue Bürofläche (www.165euro.de) mit diversen IKEA Zubehör ausgestattet und da funktioniert das 79 Euro Modell sehr gut. Es ist also eher eine Sache des Bestellwertes und der Opportunitätskosten. Ähnlich wie bei MediaMarkt gehe ich aber davon aus, dass Online von IKEA in den nächsten 5 Jahren nichts Ernsthaftes zu erwarten ist.

  3. Was bringt der ganze Umsatz, wenn der Gewinn nicht stimmt…
    Bei z.B. avandeo.de (was für ein Name für einen Möbelmarkt), kann ich mir nicht vorstellen, dass dort viel Traffic über die organische Suche kommt, sondern fast der komplette Traffic gekauft ist.
    Und auch moebel-profi verkauft schon länger nicht nur mehr eigene Ware, sondern läßt Drittanbieter auf ihrer Plattform verkaufen. Das zerrt sicherlich auch stark am Gewinn.

  4. „Von Roller einmal abgesehen, verkauft aktuell noch kaum eines der großen Einrichtungshäuser ernsthaft online.“
    Und was ist mit http://www.DaenischesBettenlager.de ?

  5. Ich hab nur die Top 5 betrachtet, aber stimmt, das Dänische Bettlager, auf Platz 8 sollte man einbeziehen:
    http://www.moebelkultur.de/news/die-top-30-im-deutschen-mandoumlbelhandel/12289.html

  6. Hier ist noch eine Firma, die ernsthaft online verkauft http://www.meinrelaxsessel.com
    Was sagen Sie dazu?

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