Website-Icon Exciting Commerce

The Fancy: Luxuskonzern PPR investiert 10 Mio. Dollar in Shopping-Tumblr

Von Marcel Weiß und Jochen Krisch

Das Social-Shopping-Startup The Fancy hat 10 Mio. US-Dollar vom französischen Luxuskonzern PPR (Gucci, Puma und neuerdings auch Brioni) erhalten, der im Online-Bereich zuletzt unter anderem bei MyFab aktiv wurde. Im ersten Moment ein ungewöhnlicher Investor. Entsprechend überrascht zeigt sich die Techszene:

"Interestingly, the big bucks don’t come from a typical venture investor, but from a new lead investor PPR, the $16 billion French multi-national run by Francois Henri-Pinault, which owns the globe’s biggest fashion brands, including Gucci, Bottega Veneta, Yves Saint Laurent and Balenciaga. PPR has earned a reputation for its smart, aggressive acquisition strategy and saw its stock jump after an impressive third quarter, but is little known in the tech world."

Nachdem man sich bei The Fancy angemeldet hat, kann direkt eines der populären Items mit einem "Fancy!" versehen und anderen Nutzern gefolgt werden. Anschließend sieht man in einem hübschen Stream, was die anderen User im Web eingesammelt haben:

"Why the big interest from the world of high fashion? The Fancy is part of a new breed of startups that encourage users to clip and share their favorite images from the web.

Tumblr is the originator of this behavior, and generated a lot of interest among big fashion brands. Pinterest, which just raised a large round of its own, was the evolution of this business to a much more product-focused service.

Like both these sites, the Fancy is about visual discovery and has become a natural home for fashion brands, which see a high level of engagement from tastemakers around their goods. Clicking around the site a bit, we discovered that Mr. Pinault, husband of Salma Hayek, is quite the active user himself."

Das Bookmarklet von The Fancy sammelt automatisch das größte Bild auf der angesurften Shopseite ein und zieht die Beschreibung ebenfalls automatisch aus der Shopseite, die dann auch für die URL der Item-Seite auf The Fancy herhält: Das kann man durchaus als eine SEO-Strategie betrachten, die bei Erfolg von The Fancy nicht jeden Online-Händler glücklich machen wird.

Hier ein Beispiel des Bookmarklets auf der Seite des Frontline Shops:

Einer der Einkommensströme für The Fancy dürfte Affiliate werden. Auch intelligente Verknüpfungen von mobil gemachten Fotos und die Produkte anbietenden Online-Händlern drängt sich auf. Es sind natürlich weit mehr Möglichkeiten denkbar: Bei Erfolg würde The Fancy, oder ein ähnliches Startup, eine neue Ebene über den Shops bilden, die eine sehr effiziente Art der Aggregation darstellen würde.

The Fancy setzt um, was wir hier schon einmal unter dem Begriff des Social-Web-Patterns zusammengefasst hatten:

Das Ergebnis ist eine sehr visuelle Social-Shopping-Site, die alles Notwendige mitbringt und trotzdem hübsch anzusehen ist.

Könnte The Fancy damit vielleicht zu einem neuen ernsthaften Anwärter auf den noch offenen Titel 'Twitter für Shopper' werden? Der Ansatz, sich an der sehr erfolgreichen Blog-Plattform Tumblr zu orientieren, ist auf jeden Fall spannend.

Frühere Beiträge zum Thema:

Die mobile Version verlassen