Payment-Startup Dwolla will Kreditkartenanbieter aushebeln

Von Marcel Weiß

Dwolla ist ein spannendes, neues Startup im Payment-Bereich, das es mit Kreditkartenunternehmen und PayPal aufnehmen will, indem es für die Transaktionssteuerung stark auf Social Networks setzt. Statt eines prozentualen Anteils pro Transaktion verlangt Dwolla lediglich 25 US-Cent. Die Höhe der Transaktion spielt dabei keine Rolle.

Gründer Ben Milne erklärt im Interview mit Business Insider die Funktionsweise:

"With Dwolla, payments are made directly from your bank account.  No credit or debit cards are allowed.  And because they don't exist in the system, we don't have to bring the fees into the system. 

You can spend any amount of money and when you do that, the person on the other end doesn't have to pay 1, 2, 3 or 4%. They only pay $0.25 a transaction, which is especially helpful when it's $1,000, $2,000 or $5,000 transactions.  Obviously PayPal becomes very cost prohibitive with those larger transactions. "

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"you can send money to anyone.  Only the person sending it has to have a Dwolla account to initiate the transaction.  The person receiving it will have to sign up for an account, but we've been surprised at the conversion there.  It's worked relatively well.  

We leverage social networks really heavily as contact lists, which is one thing we do really different.  You can send money with an email address or with a phone number, but the most popular way to do it is to connect to Facebook and type in a friend's name."

Laut eigenen Angaben ist Dwolla besonders im B2B-Bereich stark. Nur elf Prozent der Transaktionen finden zwischen Personen statt. Dwolla sieht aktuell ein Transaktionsvolumen von 30 bis 50 Millionen US-Dollar pro Monat. Für nächstes Jahr rechnet man mit einem Transaktionsvolumen von 350 Millionen US-Dollar.

Dwolla erlaubt auch das Bezahlen über Smartphone:

"We take the website, plop it into the cell phone, start adding proximity solutions so you can see which Dwolla merchants are close to you, and then make it easy to pay once you go into a store that accepts our system. Dwolla uses the GPS feature and allows you to make a payment in real-time."

"you'll just walk into the store and pay.  It's like checking in on Foursquare, you're just paying instead of checking in. We started in one coffee shop and now we're working with 400 or 500 merchants."

Im September hat Dwolla die Integration mit dem professionellen Netzwerk LinkedIn verkünden können. Was die Transaktionsoptionen auf sieben erhöht hat:

"With these additions, there are now 7 ways to send money via Dwolla: Dwolla ID, Facebook, Twitter, email, SMS, Proxi and LinkedIn."

Erst kürzlich hatten wir über Square berichtet, das im Gegensatz zu Dwolla auf Kreditkarten aufsetzt und mit einem Softwareansatz den Bezahlungssektor aufmischen könnte.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Die neuen Tools

8 replies

  1. USD & USA only – for now. Wie sieht es mit innovativen Anbietern in Europa (Deutschland) aus?

  2. @Thomas: Ich hatte mich vor längerer Zeit mit einem Gründer getroffen, der in diesem Bereich etwas vorhatte, aber noch nicht wieder vom ihm gehört. Ich habe nicht den besten Überblick über den Markt, aber mir scheint, dass da hier nicht viel passiert.

  3. Das Transaktionsvolumen ist aber bei dem Abrechnungsmodell nicht von Bedeutung.
    Schon eher die Anzahl der Transaktionen.

  4. Das einzige, was mir dazu einfällt ist http://www.izettle.com/ und das gibt’s aktuell nur in Schweden ist dazu vom Konzept her doch was anderes.

  5. Dwolla entwickelt sich so langsam zu einem ernsthaften Konkurrenten für etablierte Bezahlsysteme, vor allem für Micro Payment. Kürzlich wurde sogar die Gebühr für Transaktionen unter 10$ gestrichen: http://www.paymentobserver.com/dwolla-drops-fees-3751

  6. Wer löscht denn hier mal die Kommentare von „UGG Boots Günstig“ und „Burberry Schal outlet „??? Das ist doch reiner Kommentar-Spam.

  7. passiert (manche Spamattacken kommen leider durch den Filter)

  8. interessante Kombi von online banking e-payment und e-wallet. In DE nicht relevant, da es hier eh (fast) kostenlose Girotransaktionen gibt, aber im Land der unbegrenzten Kreditkarten und Schecks ist es absolut relevant und disruptiv.

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