Gender Innovation: Von guten Gefühlen bis zur Kaufextase

Wie könnte Online-Shopping auch für Frauen ("Wie wollen Frauen online shoppen?") erheblich attraktiver werden? Immer schön zu sehen, wenn Online-Händler Anregungen (in dem Fall eine Anregung von helloingo) aufgreifen und Erfahrungen am eigenen Leib sammeln* (Hervorhebung von uns):

"Habe mir über Ostern mal ein paar Stunden QVC & Co. angesehen. Selbst ich als Mann merke, wie die Lust zum Kaufen steigt.

Wenn man(n) etwas analysiert und eine Aktion z.B. von Harald Glööckler ansieht, merkt man tatsächlich, dass das ganz anders funktioniert, als es heute im eCommerce üblich ist. Eine Frau wird bei den Aktionen zur "Kaufexstase hochgeschaukelt" – sozusagen zum Höhepunkt GEFÜHRT.

Würde man dieses Konzept auf den eCommerce übertragen, so würden wir wegkommen von einer einzigen Produktseite und hinkommen zu einem Verkaufsprozess, der 3-6 Produktvorteile (davon sind viele emotional – weniger Hardfacts) auf unterhaltsame Weise darstellt und die Frau somit zum Kauf verführt.

Im 6. Schritt muss sie soweit sein, dass sie sich wie eine Prinzessin fühlt und denkt, der Shop hat ihr hier eine persönliche Präsentation eines unglaublich tollen Produktes gemacht.

Denke schon, dass dies machbar ist."

Verkaufspsychologie kommt im Online-Handel viel zu kurz. Ralf Pispers, Autor von Neuromarketing im Internet, hat auf der Internetworld in unserer Session zum Thema "Emotional Shopping" sehr schön dargestellt, wie sich speziell höherpreisige und/oder erklärungsbedürftige Produkte sehr viel besser über einen gezielten Verkaufsprozess an den Mann/die Frau bringen lassen als über klassische Produktdetailseiten.

Eine andere von ihm propagierte Form des Online-Verkaufens ist bei Apetito zu sehen/erleben. Auch das vielleicht noch nicht der Weisheit letzter Schluß, aber doch erheblich über dem heute üblichen Standard.

In dem Zusammenhang sei auch mal wieder auf die "10 Goldenen Regeln für Emotional Commerce" verwiesen, einen der allerersten Exciting Commerce Beiträge und immer noch eine Art Credo für Exciting Commerce.

* Wenn sich Männer in shoppende Frauen hineinzuversetzen versuchen, lässt sich ein gewisser chauvinistischer Unterton nicht vermeiden. Alle Leserinnen mögen dies bitte verzeihen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Frauenmaerkte

5 replies

  1. Grins – chauvinistischer Unterton ;)

  2. http://www.bagigia.com
    SO müsste eine „Produktdetailseite“ für Frauen aussehen. So dachte ich mir das bei meinem Kommentar. Dank Hinweis von Shoplupe (Linda).

  3. ui, ein Flashmonster, aber ein ausbaufähiger Ansatz. Allerdings müsste die Wärmfl/Tasche viel mehr im Einsatz/an der Frau gezeigt werden, damit Interessierte eine bessere Vorstellung davon bekommen können.

  4. 1. das ist kein Flash sondern schönes HTML mit JS gewürzt :)
    (@Jochen: das mit der Technik üben wir aber noch, ja? ;) )
    2. das ist nur eine Produktseite für Frau mit „dickem netzwerkzugang“
    3. Frau != Frau != Frau – differenzieren hilft, so ist Bspw. die art und weise von tchibo.de gut für bestimmte Frauentypen geeignet (wer das gegenteil behauptet wird an meine Freundin verweisen)

  5. 1. bitter. Nein, das wird nichts mehr, fürchte ich
    2. das meinte ich doch mit dem Monster ;)
    3. Tchibo ist – auch undifferenziert – eine der ultimativen Seiten für Frauen.

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