In der Luxusbranche scheinen die Wunden von eLuxury nun langsam verheilt. Umso spannender ist es zu verfolgen, wie sich die Luxuskonzerne gerade online orientieren, wie sie offenbar die Hoffnung auf den alten Handel aufgegeben haben, und sich für für ihre Labels stattdessen zunehmend mit dem neuen Handel verbünden.
Drei der Großen, die Richemont-Gruppe, die PPR- und die LVMH-Gruppe, sind zuletzt mit entsprechenden Online-Initiativen/Ambitionen aufgefallen. Strategisch schlagen sie dabei durchaus unterschiedliche Wege ein:
So hat sich Richemont schon 2010 für eine halbe Milliarde Net-a-Porter geangelt, das mit Net-a-Porter und Mr Porter zwei erfolgreiche Online-Mode-Angebote betreibt. Zudem ist Richemont u.a. an Portero beteiligt.
Die PPR-Gruppe um Gucci & Co. hat u.a. in The Fancy investiert und will sich e-commerce-seitig mit Yoox zusammentun, das sich in den vergangenen Jahren eine hohe Kompetenz und Glaubwürdigkeit im Markensegment aufgebaut hat. Inzwischen gibt es eine Absichtserklärung beider Unternehmen, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit für gemeinsame Online-Angebote auszuloten.
Die LVMH-Gruppe um Louis Vuitton und Moet Hennessy hat sich erst kürzlich Anteile an Moda Operandi gesichert – und geht damit den spannendsten Weg, um online in Fahrt zu kommen:
Die Beteiligung an Moda Operandi ("Tomorrow's Fashion Today") ist strategisch smart, weil man ja zum einen die Erfahrungen mit eLuxury hat und weiß, wie steinig das Shopbetreiberleben ist. Zum anderen mittlerweile aber auch klar ist, welches Potenzial kampagnenorientierte Shoppingkonzepte speziell im Mode-Segment entfalten können:
Moda Operandi geht in diesem E-Commerce-Segment noch einmal deutlich weiter als ein Vente-Privée.
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