Wie sich die Luxuskonzerne mit dem neuen Handel verbünden

In der Luxusbranche scheinen die Wunden von eLuxury nun langsam verheilt. Umso spannender ist es zu verfolgen, wie sich die Luxuskonzerne gerade online orientieren, wie sie offenbar die Hoffnung auf den alten Handel aufgegeben haben, und sich für für ihre Labels stattdessen zunehmend mit dem neuen Handel verbünden.

Drei der Großen, die Richemont-Gruppe, die PPR- und die LVMH-Gruppe, sind zuletzt mit entsprechenden Online-Initiativen/Ambitionen aufgefallen. Strategisch schlagen sie dabei durchaus unterschiedliche Wege ein:

So hat sich Richemont schon 2010 für eine halbe Milliarde Net-a-Porter geangelt, das mit Net-a-Porter und Mr Porter zwei erfolgreiche Online-Mode-Angebote betreibt. Zudem ist Richemont u.a. an Portero beteiligt.

Netaporter2012

Die PPR-Gruppe um Gucci & Co. hat u.a. in The Fancy investiert und will sich e-commerce-seitig mit Yoox zusammentun, das sich in den vergangenen Jahren eine hohe Kompetenz und Glaubwürdigkeit im Markensegment aufgebaut hat. Inzwischen gibt es eine Absichtserklärung beider Unternehmen, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit für gemeinsame Online-Angebote auszuloten.

Die LVMH-Gruppe um Louis Vuitton und Moet Hennessy hat sich erst kürzlich Anteile an Moda Operandi gesichert – und geht damit den spannendsten Weg, um online in Fahrt zu kommen:

Modaoperandi2012

Die Beteiligung an Moda Operandi ("Tomorrow's Fashion Today") ist strategisch smart, weil man ja zum einen die Erfahrungen mit eLuxury hat und weiß, wie steinig das Shopbetreiberleben ist. Zum anderen mittlerweile aber auch klar ist, welches Potenzial kampagnenorientierte Shoppingkonzepte speziell im Mode-Segment entfalten können:

Efashionrace

Moda Operandi geht in diesem E-Commerce-Segment noch einmal deutlich weiter als ein Vente-Privée.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Frauenmaerkte, Shopboerse, unlimited, Vente Privee

  1. wird interessant, wer wann und wie in deutschland den ansatz wagt.

  2. tja, so schnell kann man sein Geschäftsmodell ändern ;) Danke für den Tipp!

  3. Sorry, aber die „Von 0 auf…“ Grafik finde ich verwirrend / falsch. Das Wachstum der Unternehmen lief nie linear, sondern oft als hockeystick. Es könnte der Eindruck entstehen, dass die Unternehmen in den ersten Jahren so stark gewachsen sind, was falsch ist.

  4. Es ist zugegeben eine ungewöhnliche Darstellung, aber jedes Chart soll ja eine klare Aussage haben. Hier geht es um den generellen Trend, deshalb die Trendlinien pro Händler, die durch die jeweils zwei Datenpunkte mE klar signalisiert werden. Das nächste Mal die Linien dann gerne in gestrichelter Form.

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