Eine Welt im Aufbruch: Vom Entrepreneurship Summit 2012

Unternehmerisch ist aktuell viel mehr möglich als wir denken. Das war die Botschaft des Entrepreneurship Summit 2012 am Wochenende in Berlin, der sich vornehmlich an Menschen wendet, die die Welt mit smarten Ideen und unternehmerischer Initiative voranbringen wollen.

"Discover your potential", lautete diesmal das Leitmotiv. Und der Hirnforscher Gerald Hüther machte in seinem Vortrag deutlich, wie man aus seiner antrainierten, eher deterministischen (Grund-)Haltung ausbrechen kann und sein intellektuelles Potenzial entfalten kann, indem man sich Lernerlebnisse verschafft und das Lernen (wieder) mit emotionalen Erfahrungen, sprich: mit Freude und Begeisterung, verknüpft (siehe auch Was wir sind, und was wir sein könnten)

Schule im Aufbruch

Sehr anschaulich wurde das von der Schuldirektorin Margret Rasfeld demonstriert, die ihre Schüler(innen) erzählen ließ, wie anders sie sich bekannte Fächer wie Deutsch, Mathematik und Englisch beibringen und wie sie in neuen Fächern wie Verantwortung und Herausforderung wachsen. "Wir machen Schule" heißt das zugehörige Buch.

Ähnlich inspirierend und (im positiven Sinne) verstörend war die Session mit Stephan Jansen und Tim Göbel von der Zeppelin Universität, die Uni einerseits radikal neu denken, sie andererseits aber sehr traditionell verstehen, sich als "Wissens-Ermittler" statt Wissensvermittler sehen und in ihren Studenten vor allem den Forschergeist wecken wollen. Und wenn das dann zu Gründungen führt, umso besser. In jedem Fall verstehen sie Entrepreneurship als Drang, der von innen kommen muss und der sich schwer von außen wecken lässt.

Burn your Businessplan

Natürlich wurde auf dem Entreprenership Summit nicht nur am Weltbild gearbeitet. Es gab auch viel Anregendes für Gründer und Entrepreneure in unterschiedlichsten Phasen der Unternehmensentwicklung: Uli Weinberg skizzierte, wie sich mit "Design Thinking" menschengerechte Ideen generieren lassen (s. Wie es zu den Real Drive Stationen kam). Alexander Osterwalder, bekannt für seinen Bestseller "Business Model Generation", rockte den Saal mit einer kurzen "Burn your Businessplan"-Session zum Finden einer "Value Proposition" am Beispiel der Buchbranche.

Der Entrepreneurship Summit hat programmseitig gehalten, was er versprochen hat und zählt inzwischen zu meinen persönlichen Highlights, weil er eine große Bandbreite an unternehmerischen Möglichkeiten aufzeigt und versucht diese zielführend und praxisnah in unterschiedlichsten Formen und Formaten zu vermitteln.

Kopf schlägt Kapital

Das Spannendste ist, dass hier einmal nicht das Kapital im Vordergrund steht, sondern die Sache (= die Geschäftsidee). Gefragt ist allerdings ein Umdenken. Und wer offen ist dafür und neue Ideen und Ansätze nicht gleich als esoterisch abtut, bekommt auf so einer Veranstaltung jede Menge neuer Impulse.

Inzwischen steht Günter Faltin mit seiner Kopf schlägt Kapital Philosophie auch nicht mehr ganz so alleine da, wie die Erfolge von Rework und die Lean Startup Bewegung zeigen, die mittlerweile alle auf schnelle, kapitalschonende Prototypingmodelle bei der Generierung von Geschäftsideen und auf die Nutzung vorhandener Ressourcen setzen.

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Kategorien:exceed

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