Globetrotter: „Warum die Eigenentwicklung richtig war“

Die Debatte über die E-Commerce-Systeme von gestern, heute und morgen beschäftigt die Branche weiter.

Aktuell befinden wir uns in der kuriosen Situation, dass Online-Spezialisten wie Zooplus ihre Eigenentwicklungen aufgeben, während Otto & Co. den umgekehrten Weg gehen und – ganz im Stil von Amazon oder von Zalando – die technologische Kompetenz als strategischen Wettbewerbsvorteil feiern.

Globetrotter setzt zum zweiten Mal auf eine Eigenentwicklung

"Wir wollen kein "me too commerce"", rekapitulierte Globetrotter seine abermalige Entscheidung für eine Eigenentwicklung unlängst in mehreren Vorträgen und sieht für sich so "die Chance, Innovationen am Markt mitzugestalten":

Globetrottermake

Globetrottertech

Zwischenzeitlich hatte man bei Globetrotter einen Versuch mit Magento abgebrochen.

Otto setzt auf eine Fülle von Eigenentwicklungen

Die Otto-Gruppe leistet sich inzwischen gar eine Fülle von Eigenentwicklungen – bei Otto selber, bei Projekt Collins, bei Project A und bei anderen Töchtern.

Speziell die Techwende bei Otto.de führte zuletzt zu dem ein oder anderen Kollateralschaden. So musste sich u.a. Schwab nach Alternativen umsehen.

Frühere Beiträge zum Thema:



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  1. Am Ende kann man wohl kaum generell sagen: Eigenentwicklung ist besser als „Standard-„software und umgekehrt.
    Das muss jeder für sich selbst entscheiden und am Ende des Tages auch ausrechnen. Alles hat immer Vor-und Nachteile und am Ende ist es wichtig, dass man sich mit der jeweiligen Entscheidung a) gut fühlt und b) erfolgreich ist. Bei Globetrotter kommt mir das Hin-und Her allerdings etwas kopflos vor. Oder wie der alte Kostolany schon sagte: „Hin und Her macht Tasche leer“. Könnte fast wetten, der nächste CTO setzt dann mal auf Hybris. :-)

  2. „Könnte fast wetten, der nächste CTO setzt dann mal auf Hybris. :-)“
    Da würde ich momentan allerdings jedem dringenst von abraten.
    Wenn ein Pferd tot ist steig ab bzw. in diesem Fall erst gar nicht auf ;-)

  3. Für mich bisher nicht nachzuvollziehen warum die Eigenentwicklung richtig war – hier scheint mir viel Selbstbestätigung und Werbung mitzuschwingen… außer vielleicht weil mittlerweile der Relaunch gelang. Spannend wäre für mich auch die Frage warum die Shop Umsetzung mit Magento scheiterte.
    Wesentliche Innovationen sind im Globetrotter Shop bisher für mich nicht zu erkennen. Zudem ist eine Eigenentwicklung für mich eine Frage der Unternehmensgröße – um mit Zahlungsmethoden, Schnittstellen, Mobile… mit einer Eigenentwicklung auf der Höhe der Zeit zu bleiben müssen große Ressourcen zur Verfügung stehen. Ehrlich gesagt sehe ich Globetrotter als zu klein an, um das auf Dauer als Innovationsführer zu stemmen – ich glaube eher hier wird man weiter versuchen Schritt zu halten …
    Die oben vorgeschlagenen Erfolgskriterien (gut fühlen, erfolgreich sein) für die Make Entscheidung finde ich jedoch wenig zielführend ;-)

  4. @Marcus Das mit dem „gut fühlen“ ersetzt sicher nicht das erfolgreich sein, aber wenn nicht letzteres, was sollte dann die Entscheidung beeinflussen?

  5. @Marcus: Eines muss man Dir lassen: Beim Verzicht auf Eigenentwicklung seid Ihr mit Eurer Firma sehr konsequent. Das Design Eurer Firmenwebsite Lemundo.de, die Du freundlicherweise verlinkt hast, basiert auf einem Fertig-Template, das man für 55 Dollar kaufen kann: http://themeforest.net/item/avada-responsive-multipurpose-theme/2833226
    Natürlich spart die Verwendung fertiger Lösungen Entwicklungsaufwand und Geld – bei Design-Templates und auch bei Shopsystemen. Allerdings kann ich das Argument von Globetrotter durchaus verstehen: Man will keinen „Mee-Too-Commerce“. Es ist auch meine Überzeugung, dass man sich als Händler vor allem über das Einkaufserlebnis und über die Schnittstelle zu seinem Kunden vom Wettbewerb abheben kann. Dies ist nun einmal das Shopsystem. Deshalb möchte ich als Händler die volle Kontrolle über diese Schnittstelle – damit auch die Gestaltung des Kauferlebnisses vollkommen in meiner Hand liegt. So kann ich selbst eine Einkaufswelt gestalten, die von Wettbewerbern nicht so leicht kopiert werden kann. Wenn ich jede Codezeile in meinem Shopsystem kenne, lässt sich dies aus meiner Sicht am ehesten erreichen.

  6. Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist. Es gibt genügend Open Source Systeme die man nach belieben ändern kann.
    Bei uns ist letztlich auch nur noch der Checkout halbwegs original, der Rest komplett auseinander genommen. Aber gerade der Checkout ist uns wichtig das der erhalten bleibt, da wir sonst für jede neue Zahlart wieder Eigenentwicklungen bauen müssen, was einen wieder von der Zeit her nach hinten wirft.

  7. @Christian Rothe Jaaa! Du weißt, was ein Theme ist! Und? was sagt uns das? Heutzutage ist es ja nun nicht wirklich notwendig, große Entwicklungsarbeit in eine Firmenvisitenkarte zu stecken… insofern ist hier ein Theme wirklich okay. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was so ein möchtegern diffamierender Kommentar soll

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