Sinkende Deutschland-Umsätze („Douglas und der Kampf mit den rückläufigen Ladenumsätzen“) bei gleichzeitiger Verdopplung des EBITDA-Ergebnisses***. Douglas presst aus seinen Lieferanten gerade heraus, was geht. Und die sind offenbar willens, stationär zu schlechteren Konditionen auf Umsatz zu verzichten:
Man fragt sich: Wie lange noch? Denn an den Markenherstellern hängt gerade vieles im (Online-)Handel: Wollen sie ihre Produkte direkt vertreiben oder setzen sie weiter auf Handelspartner? Wollen sie auf den großen Marktplätzen stattfinden oder nicht („Parfumdreams gegen Coty“)? Das sind Fragen, auf die Markenhersteller Antworten finden müssen.
Douglas befindet sich gerade in einer Sondersituation unter dem zweiten Finanzinvestor. Hatte der erste die Holding zerschlagen und Douglas von Thalia & Co. befreit, so rafft der zweite nun lehrbuchmäßig alles zusammen, was geht, um Douglas groß und profitabel erscheinen zu lassen. Siehe auch Die Wachstumsstrategien von Douglas und The Hut Group im Vergleich.
Für eine vernünftige Online-Strategie bleibt da wenig Zeit und Raum („Wie weit kann Douglas ohne Plattform-Strategie kommen?“), ehe Douglas dann kennzahlenoptimiert beim nächsten Finanzinvestor oder an der Börse abgeladen wird. Eine zukunftsträchtige Online-Strategie wird in PE-Kreisen auch nicht goutiert, da sie Experimente und Investments erfordert, die sich erst viel zu spät auszahlen.
*** Ein Teil der EBITDA-Verbesserungen sind auf höhere Eigenmarkenanteile zurückzuführen. Was aber auch auf die Umsätze der Markenherstellern drückt.
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