Den Online-Handel erwarten jetzt extreme Corona-Wochen

In Sachen Corona kommt es, wie es kommen musste („Bleiben die Innenstädte im Dezember offen (oder die Menschen zuhause)?“): Ab kommender Woche sollen die Menschen vielerorts lieber zuhause bleiben und von dort aus shoppen.

Der Online-Handel kann/muss/sollte sich also auf extreme Wochen einstellen und sich zugleich dafür rüsten, dass es im neuen Jahr in ähnlicher Form weitergeht. Denn mit den gestrigen Beschlüssen bleibt es bei der bisherigen Corona-Politik: Salamitaktik statt Langfriststrategie.

Damit kann/muss/sollte sich der Online-Handel also auf weitere Corona-Wellen und die damit verbundenen Nachfrageschübe einstellen. Siehe auch Das wird Folgen haben!

Da allerdings die Corona-Hilfen und viele der dämpfenden Maßnahmen irgendwann auslaufen, gilt es sich zugleich für wirtschaftliche Engpässe zu rüsten.

Deshalb sollten alle im Online-Handel spätestens jetzt alles an Kapitalreserven aufbauen, was möglich ist. Und zwar solange dies noch möglich ist. Siehe auch Vor der Wirtschaftskrise: Die K5 Thesen zum Kapitalmarkt.

Im Bestfall wird alles halb so wild. Aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Was nicht nur für den Online-Handel gilt, sondern für die gesamte Online-Branche („Warum wir uns den Realitäten stellen sollten!“).

Intensiver haben wir uns mit Corona und den Folgen auch in den Exchanges #265 („Corona forever?“) auseinandergesetzt.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Corona

  1. Da wird sich mal wieder die Spreu vom Weizen trennen und es ist einmal mehr „Exzellenz im E-Commerce“ gefragt. Doch die ist bei vielen deutschen Playern noch immer Fehlanzeige. Nur mal zwei Beispiele aus den letzten Tagen aus meinen verzweifelten Versuchen, nicht alles bei Amazon zu bestellen:

    – Bei galeria.de sind wahlweise manche Produkte nur in den Filialen erhältlich, nicht online. Und wenn man dann doch was online bestellt, passieren so schräge Dinge, dass die eigene Bestellung auch nach 24 Stunden noch nicht unter „Meine Bestellungen“ zu finden ist.

    – Bei otto.de konnte ich zuletzt keine Retourenscheine online selbst ausstellen, dabei soll das laut FAQ eigentlich gehen. Stattdessen Kundenservice kontaktiert. Nachdem ich wen erreicht hatte, dauerte es noch fast 48 Stunden, bis der Retourenschein endlich per Mail kam. Offenbar kein Einzelfall, auf Twitter schrieb mir das Social-Media-Team von Otto: „Sorry, dies kann derzeit 2-3 Tage dauern, bis der Schein bei dir ist. Danke für deine Geduld! LG^KC(MS)“

    Dann viel Spaß an Black Friday und im Weihnachtsgeschäft. Ich bestelle dann wohl doch wieder bei Amazon…

    • Das Schicksal teilen fast alle „Player“, die eigentlich „nur so nebenbei“ Online machen, ergänzend zum stationären (offline) Geschäft. Seit Corona halt: „nur noch“, aber eben ohne notwendige Anpassungen.

      Mir fallen nur wenige halbwegs bekannte Namen ein, wo man sich nicht angesichts der Prozesse an den Kopf fast. Und das Problem sitzt hier selten wie gewohnt zwischen Monitor und Stuhl, sondern auf der Ebene C-Level und knapp drunter…
      Da weiß man im Grunde auch jetzt schon wie es da in 12 Monaten aussieht.

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