Der Corona-Boom in den Jahren 2020 und 2021 war für den Online-Handel im Positiven wie im Negativen eine spannende und lehrreiche Erfahrung, haben wir doch gesehen, was der Online-Handel am Limit alles zu leisten vermag.
Zur Einschätzung der aktuellen Entwicklungen und Potenziale helfen die letzten beiden Jahren allerdings nur sehr bedingt weiter, da sich 2022 die Rahmenbedingungen verändert haben und viele Sondereffekte wegfallen.
Deshalb sollten wir die Jahre 2020 und 2021 am besten komplett ausblenden und den Blick auf das richten, was jetzt ansteht („Wer steht gerade wo?“):
Statt der Corona-Zeit nachzutrauern und sich in den Prognosen und Erwartungen an den letzten beiden Jahren zu orientieren, muss sich der Online-Handel, sprich: jeder einzelne Online-Händler, klar werden, wo er heute steht im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit: ob er die letzten beiden Jahre gut oder schlecht genutzt hat und ob er darauf aufbauen kann oder ggf. nacharbeiten muss.
Da ist es wenig zielführend, auf die Spitzenwerte der letzten beiden Jahre zu blicken, sondern sich unabhängig davon seiner Stärken und Schwächen bewusst zu machen. Das kann anhand von Kunden-, Sortiments- und/oder anderer Kennzahlen geschehen.
Denn das Interessante ist ja, dass viele Online-Händler heute vor allem operativ um einiges stärker dastehen als noch vor zwei Jahren. Das gilt es sich bewusst zu machen und darauf aufzubauen.
Denn die Umsatzniveaus der letzten beiden Jahre dürften für die, die sich jetzt von der allgemeinen Verunsicherung nicht kirre machen (lassen), schneller wieder erreicht werden, als sie es sich zur Zeit vorstellen können, ganz abgesehen davon, dass die, die die Gunst der Stunde zu nutzen verstanden haben, den Corona-Schwung ohnehin mitnehmen konnten.
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