Dafür, dass noch niemand weiß, wohin die KI-Reise geht, herrscht weiter ziemlich viel Aktionismus. Chatbots und künstlich generierte Bilderwelten bleiben die KI-Hits im E-Commerce.
Viele im Online-Handel nutzen KI vorwiegend defensiv, um ihre bisherigen Businessmodelle abzusichern, an Effizienz zu gewinnen und Schwächen bei Suche, Navigation, Präsentation etc. auszubügeln.
Was aber mit denen, die die Möglichkeiten der KI offensiv nutzen, um den Online-Handel, wie wir ihn heute kennen, auszuhebeln und obsolet zu machen?
Marcel Weiß wird nicht müde, darauf hinzuweisen: Nicht mehr lange, und KI wird Teil der Betriebssysteme (Android, iOS, Windows etc.).
Mit Circle to Search hat Google schon mal einen kleinen Vorgeschmack gegeben, was das für den Online-Handel bedeutet, wenn künftig alle Apps Bilder, Produkte etc. erkennen können und damit Dinge anstellen, die man sich heute noch gar nicht vorstellen mag.
Wie kann der E-Commerce darauf reagieren (abgesehen von den erwartbaren „Foul!“-Schreien)?
Wie können sich Online-Händler, Marken, Hersteller, aber auch Marktplätze positionieren, um weiterhin relevant zu bleiben?
Und vor allem: Wie können Kund:innen künftig sicher sein, dass sie es mit vertrauenswürdigen Plattformen zu tun haben, die auch liefern, was sie versprechen?
Das wären einige der (KI-)Fragen, die es aktuell zu diskutieren gälte.
Frühere Beiträge zum Thema:
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