Zalando war mal „Schrei vor Glück!“ und ist heute „Was zieh ich (bloß) an?“ Und irgendwie spiegelt sich die Ratlosigkeit, die aus dem aktuellen Slogan spricht, auch in der Strategie wider.
Zalando hat diese Woche einige seiner Initiativen für ein besseres Shoppingerlebnis vorgestellt.
Es ist ein wildes Allerlei, was Zalando da gerade testet, vieles, was man gerade eben so macht, aber nichts, was Zalandos Grundproblem löst, das es ja durchaus richtig erkannt hat:
„Die Erwartungen von Kund*innen beim Einkauf von Mode sind derzeit stark im Wandel, vor allem bei den jüngeren Kund*innengruppen.
Etwa 70% der GenZ-Kund*innen treffen eine Kaufentscheidung, während sie nach Inspiration suchen – und 72% dieser Inspiration findet schon jetzt online statt.
Da sie mit dem Komfort von Online-Shopping aufgewachsen sind, ist er für sie selbstverständlich. Inspiration und Unterhaltung werden dadurch zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal bei der Wahl ihrer Plattform.“
Das stimmt schon. Aber das Problem ist halt, dass sie die Inspiration und die Unterhaltung bei Instagram, TikTok und Pinterest bekommen und dass alles, was Zalando da gerade testet, keine wirkliche Antwort darauf ist.
Zalando ist in den GLORE50 vertreten.
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