Design Thinking: Wie es zu den Real-Drive Stationen kam

Während Rewe und andere Supermarktketten es sich mit ihren Abholservices vergleichsweise einfach machen und die Kunden online dann doch nur zu den bestehenden Filialen lotsen, richtet die Metro-Tochter Real ihre Real-Drive-Stationen dort ein, wo es für die Abholer am günstigsten ist:

Realdrive2012

Das Real-Drive Konzept ist 2008 im Rahmen eines Design Thinking Workshops entstanden:

"Im ersten Jahr der D-School war die Metro Group als Projektpartner im
12 Wochen Projekt mit dabei. In dem Projekt ging es um die persönliche
Lieferkette von Waren in Real Märkten.

Realprototypes

Das Team hat sich intensiv mit diversen Nutzern
beschäftigt und schließlich die Belieferung von urbanen young
professionals über Abholstationen als Prototypen erdacht."

Das hat UIrich Weinberg vom Hasso Plattner Institut heute auch auf dem Entrepreneurship-Summit dargestellt und ein paar Einblicke in die Prototypphase gegeben: Den Kunden war es wichtig, dass die Abholpunkte "auf dem Weg" liegen.

2010 wurde der erste Real-Drive in Hannover getestet. Inzwischen gibt es einen zweiten Abholpunkt in Köln-Porz.

In der Schweiz setzt nach coop@home auch LeShop auf ein Drive-Konzept, wie es in Frankreich schon länger üblich ist. Die Abholstationen sollen für Pendler gut erreichbar an Verkehrsknotenpunkten liegen. Erstes Bildmaterial gibt es bei Facebook. Der Start ist für kommende Woche geplant.

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Kategorien:Food

2 replies

  1. Sorry, aber der Artikel macht sich zum verlängerten Arm der Metro-PR.
    Nicht nur, dass es extrem schwach ist innerhalb von mehreren Jahren nur zwei(!) Stationen zu eröffnen, sondern die als Vorbild angegebene Hannover-Station liegt im Gewerbegiet eines Vorortes und nach eigenen Beobachtungen/Hochrechnungen dürfte die Frequenz der Nutzer max. vierstellig im Jahr(!) sein.
    Was kommt als nächstes – ein Lob auf die verfälschte Abholfrequenz des MediaMarkt-Onlineshops?

  2. Wenn, dann eher zum verlängerten Arm des HPI. Danke für den korrigierenden Hinweis!
    In der Darstellung klang das tatsächlich anders. In diesem Fall sollte eigentlch der Prozess im Fokus stehen. Dass im Rahmen des Design Thinking Prozesses, der ja iterativ zu verstehen ist, bisher nur zwei Stationen entstanden sind, finde ich nachvollziehbar, weil die Erfahrungen von einer Station zur nächsten einfließen sollen.
    Welche Erkenntnis allerdings ein Protoyp in der Pampa bringt, erschließt sich auch mir nur schwer.
    Ansonsten: Unsere Beiträge zu Media Saturn sind sicher nicht PR-verdächtig ;-)

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