Quelle-Chef Henning Koopmann wechselt zu Neckermann

Der scheidende Quelle-Geschäftsführer Henning Koopmann wechselt zum 1. April als Geschäftsführer zu Neckermann (s. Pressemeldung).

Wenn es ein Quelle-Geschäftsführer mehr oder weniger freiwillig vorzieht, die Geschäftsführung von Neckermann zu übernehmen, dann ahnt man schon, was derzeit hinter den Kulissen der Katalogversender vorgeht.

Immerhin: Nach der Flucht der Vorgänger hat Neckermann dann erst einmal wieder alle offenen (Chef-)Posten besetzt – und das nächste Managementteam kann sich an Neckermann abarbeiten.

Für ihre Verhältnisse rotieren die Katalogversender inzwischen ganz schön.

Wirklich Land gewänne man allerdings erst, wenn ein paar frische Köpfe Ballast abwerfen und mit neuen Ideen experimentieren könnten. Das scheint den Verantwortlichen allerdings weiterhin eine eher utopische Vorstellung.

Frühere Beiträge zum Thema:



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  1. Das hat einen guten Grund, warum Koopmann seinen Vertrag bei Quelle nicht verlängert hat – dazu gehört eben auch ein Zweiter, der bereit ist einen Vertrag zu verlängern.
    Und es hat einen guten Grund, warum keiner mehr zu Neckermann will, ausser eben Koopmann.
    Aber gibt minus mal minus immer plus?
    Und zur Sache: Neckermann hat unter SCP keine Chance mehr. Es fehlen Investitionsgelder, die Basisstrukturen sind veraltet, die Mitarbeiter demotiviert und die rein-in-die-Kartoffel-raus-aus-die-Kartoffel-Strategie mit Katalog ja/nein verunsichert auch noch die treue, ältere Klientel, die immer noch zu einem guten Teil zum Deckungsbeitrag beiträgt.
    Der letzte macht das Licht aus. Heißt er Koopmann?

  2. Ich denke nicht, dass bei neckermann.de so einfach das Licht ausgemacht wird. SCP hätten den Laden Ende letzten Jahres schon längst ans alte Management abtreten können. Immerhin hatten die einen MBO angestrebt. Ausserdem hat die Marke Neckermann auch noch immer einen gewissen Wert, jede Menge Kunden und einen reichweitenstarken Online-Shop. Da ist wohl eher anzunehmen, dass neckermann.de in Zukunft wohl nur noch online aktiv ist und sein Printgeschäft weiter eindampft und bei der Sortimentierung noch stärker auf Vertriebspartner setzt. Was Herrn Koopmann angeht. Auch der wird in 1-2 Jahren wieder einen Nachfolger haben.
    Der Quelle geht es aber mndestens genauso schlecht wie den Frankfurtern. Die stärkere Ausrichtung auf deren Online-Geschäft zeigt doch auch, dass die ziemlich heftig an ihren Katalogen zu knabbern haben.

  3. > Immerhin hatten die einen MBO angestrebt
    Dann frag ich mich nur warum ist daraus nix geworden?

  4. Reichweite – das war’s dann aber auch, die Reichweite in Conversion umzusetzen hat aber eine „gefühlte Generation“ von zweitklassigen Managern schon nicht geschafft, warum dann Koopmann?
    Fazit: Wockelt den Laden endlich ab!

  5. Na klar, jetzt kommen wie immer die Besserwisser. Variante 1: n.de geht über die Wupper, dann haben sie es ja immer gesagt. Variante 2: n.de schafft es, auch dann haben sie immer gewusst wie nur waren die andern (bei n.de) zu blöd. Tolle Diskussion.
    Wie wäre es denn mit etwas weniger „Insiderwissen“ (prust) und etwas mehr Inhalt?
    Aber vermutlich frage ich die falschen.
    Beste Grüße pilleepallee

  6. Koopmann ist definitiv nicht freiwillig gegangen!
    Siehe: http://iobic.de/996

  7. Definitiv geht morgen die Welt unter. Und wenn dann doch nicht dann halt übermorgen.

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