Tegut und Gourmondo verbünden sich im Lebensmittelbereich

Nach der Tegut-Ideenwelt startet die hessische Supermarktkette Tegut (301 Filialen; Jahresumsatz: 1,12 Mrd. Euro) die Tegut-Genusswelt in Kooperation mit dem Online-Lebensmittelversender Gourmondo. In der Pressemeldung heißt es heute:

"Mit dem neuen Online-Shop tegut-genusswelt.com steigt nun das hessische
Familienunternehmen tegut… in den Online-Lebensmittelhandel ein.

Unterstützt wird tegut… dabei vom in Deutschland klar führenden
Online-Food-Händler gourmondo.de, der den kompletten Shop-Betrieb
inklusive der Logistik für tegut… übernimmt.

Tegutgw

tegut… bietet über 6.000 frische Lebensmittel, Weine, Delikatessen und
Geschenke. In dem gehobenen Sortiment finden sich auch ca. 100 Produkte
der fünf tegut… Eigenmarken „vom Feinsten“, „süße Harmonie“,
„Italienische Küche“, „tegut… Bio“ und „Deutsche Küche“, die somit
erstmals auch im überregionalen Vertrieb erhältlich sind.

„Durch den
Zugriff auf das Produktportfolio von tegut… können wir das Sortiment für
unsere Kunden nach unten hin abrunden und ausgezeichnete Qualität zu
günstigen Preisen anbieten“, sagt Pascal Zier, Geschäftsführer der Gourmondo GmbH.

Besonders „spannend“, so Zier, sei
die Möglichkeit, zusammen mit einem etablierten Lebensmittelhändler den
Kunden für den Online-Shop direkt im stationären Markt zu akquirieren.

„So können wir sehr viel über die Bedürfnisse und Wünsche der
Online-Kunden von morgen erfahren und unser Angebot konsequent darauf
ausrichten und kontinuierlich optimieren.“

Im April hat Gourmondo einen Komplett-Relaunch vollzogen:

"Herzstück der neuen Website-Technik ist die Commerce-Plattform Hybris
4.0, mit der Gourmondo als Food-E-Commerce Dienstleister auch weitere
Webshops mit eigenständigen Erscheinungsbildern und eigenen
Artikelstämmen betreiben kann."

Im Handelsregister hat Gourmondo im Februar eine Kapitalerhöhung um
351.472 Euro auf
746.622 Euro eintragen lassen.

Es ist also davon auszugehen, dass sich
ein Wachstumsfinanzierer und/oder evtl. sogar Tegut an Gourmondo
beteiligt hat.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse

10 replies

  1. Otto bietet sich ja seit geraumer Zeit dem deutschen Lebensmittelhandel als qualifizierter Partner in Sachen Online-Verkauf an.
    Siehe http://www.excitingcommerce.de/2010/06/online-lebensmittel.html oder http://tinyurl.com/37oz7wn (FAZ-Interview)
    Hier dürften Gourmondo & Co. aber mittlerweile weitaus besser positioniert sein.

  2. Gourmondo ist das beste „deutsche“ Beispiel dafür dass der Lebensmittelmarkt nicht so völlig neu ist wie er derzeit hier und an anderen Stellen gehyped wird.

  3. mit Verlaub, „hier“ wird nicht gehyped, „hier“ wird informiert ;-)

  4. Arbeitet Gourmondo eigentlich profitabel?

  5. >Arbeitet Gourmondo eigentlich profitabel?
    zumindest im GJ 2008 nicht, davor auch nicht… in Euro:
    Verlustvortrag auf 2007: -3.560.000
    J’überschuss:
    2008: -3.990.837
    2007: -2.378.357
    Und die Kapitalerhöhung sowie Managerwechsel dieses Jahres wird auch nicht von ungefähr kommen; Gourmondo ist zwar gut aufgestellt was Vermarktung betrifft (nicht zuletzt Real-deal, nun Tegut), auf dem LH Sektor aber ein kleines Licht (Spezialnische).
    Die Tegut Sache mit dem gepowerten Shop ist IMHO aber bisher eher enttäuschend umgesetzt und dürfte die Zukunft nachhaltig beeinflussen – nicht zuletzt weil nun ein größerer Partner da mit drin ist (so die Vermutung);
    Die Hybrissache ist auch etwas was mich überrascht hat – der erste, klassische Gourmondo Shop war dem nachfolgenden „Designexperiment“ hoch überlegen und die jetzige Plattform unterbietet nach wie vor die aller erste…. faszinierend wie rückläufig Evolution manchmal ablaufen kann;

  6. Umsatz:
    Ohne den Weinhandel wäre Gourmondo schon längst von der Bildfläche verschwunden.
    Shop:
    Ich finde dass sich sowohl Navigation als auch Beschreibungen wesentlich verbessert haben in den letzten Jahren. Und das erste Design a la amazon war extrem emotionslos – dem konnte ich nicht viel abgewinnen…

  7. @twister zu Shop:
    lieber ein emotionsloses, funktionales design als *das* was danach kam – selbst mit DSL Wartezeiten wie zu ISDN zeiten und ein Rotesfarbgedöns das es mir graute….der jetzige, dritte, Shop ist da natürlich wieder besser, auch wenn er vom Charme her IMHO noch unter dem ersten liegt – es ist halt nur reines grau mit roten Rändern drum rum und roten Knöpfen…. dazu die *bescheidene* linke Navigationsleiste bei der auch die Facets sinnigerweise da sind wo man sie möglichst nicht sieht… und das bei einer Farbgebung (hellgrau auf weiß!) die schon 2000 als „bad-usability-pattern“ galt;
    Der erste war designmäßig oldschool, ein „Klassiker“ aus der prä-2001 Ära, der jetzige wirkt im Jahre 2010 wie ein geklonter Aufruf der Waybackmachine mit dem Wissen das es nur ein Imitat ist

  8. Danke für die spannenden Infos/Einschätzungen!
    @K.B. Was genau steckt hinter dem „Real-Deal“? Ist das mehr als eine Vermarktungskooperation?

  9. @Jochen: ich meinte damit das „als Partner auftreten“ – wenngleich ich etwas mehr dahinter vermute, denn REAL und Gourmondo überlappen sich ja durchaus mit dem Sortiment; Spätestens aber das „Tegut powered by“ dürfte auch Probleme mit sich bringen – keine andere Branche ist dermassen im Konkurrenzkampf wie der LH – was IMHO nicht gerne von weiteren pot. Partnern gesehen wird…

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