Amiando-Exit: „Wir waren sehr weit in der Finanzierung“

Langsam kommt ein bisschen Licht in den Amiando-Exit ("Wie fair sind die 5,1 Mio. € plus x von Xing?"). Gründerszene hat ein sehr gutes Interview mit Amiando-Chef Felix Haas, in dem dieser einige Punkte klarstellt und auch ein paar gute Einblicke in die Hintergründe gibt. U.a. bestätigt er, dass 2010 tatsächlich eine Finanzierungsrunde geplant war:

"Wir hatten eigentlich dieses Jahr eine Finanzierungsrunde vor. Mit einem Partner waren wir sehr sehr weit im Prozess. Und haben uns dann aber letztlich für Xing entschieden", weil es inhaltlich und finanziell die besten Perspektiven bot.

Den vier Gründern ging es offenbar auch darum, nach drei Jahren extremen Einsatzes auch selber ein bisschen Geld zu sehen, was für Erstgründer ja immer ein Thema und nicht nur verlockend, sondern auch legitim ist.

Erstmals spricht Amiando auch öffentlich über das investierte Kapital:

Amiandorevs
Quelle: XING IR-Präsentation (PDF) zur Amiando Übernahme

"Wir waren immer sehr, sehr sparsam. Wir haben nicht mal 3 Mio. Euro Finanzierung aufgenommen. Ich glaube, es waren 2,5 Millionen."

Das macht den Exit dann zumindest doppelt so attraktiv wie in der bisher angenommenen Variante von 5 Mio. Euro.

Zur Klarstellung: In der kritischen Bewertung des Exits, die notgedrungen auf Annahmen beruhen muss, geht uns nicht darum, den Deal schlecht zu reden, zumal man ja schnell zu dem Schluss kommen kann, dass der Exit unter den gegebenen Umständen sehr fair war. Es geht vor allem darum, den Zeitpunkt und die Motivation nachzuvollziehen, um die Transaktion aus Marktsicht beleuchten/bewerten zu können.

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Kategorien:Shopboerse

4 replies

  1. Jochen, schön, dass Du Dich auch hast einlullen lassen :-)
    2,7 Mio. EUR hat amiando bis Ende 2008 erhalten, dann noch einmal eine Millionen-Finanzierung.
    Die Investoren hatten doch max. 50% der Anteile. Was ist daran dann noch attraktiv? Es sei denn, es gab eine Liquidation Preference… dann muss aber wiederum für das Gründerteam kaum was abgefallen sein.

  2. Aber die Aussage, dass „der Exit unter den gegebenen Umständen sehr fair war“, kann man durchaus stehen lassen :-)

  3. Den find ich am besten…
    „Wir waren immer sehr, sehr sparsam. Wir haben nicht mal 3 Mio. Euro Finanzierung aufgenommen. Ich glaube, es waren 2,5 Millionen.“

  4. @Florian Die zweite Runde müsste Felix dann aber komplett entfallen sein ;-)
    Ich habe bewusst zitiert und sage ja nur, dass der Deal unter den neuen Annahmen für die Investoren attraktiver war als unter den bisherigen.
    Den besten Deal hat hier immer noch Xing gemacht. Aber immerhin weiß man doch jetzt langsam, warum :-)

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