Redcoon wächst 2010 auf 402 Mio. Euro Jahresumsatz

Wie die Metro-Gruppe meldet, ist die künftige Media Saturn Tochter Redcoon, die europaweit aktiv ist, im Geschäftsjahr 2010/11 auf 402 Mio. Euro gewachsen:

"Redcoon vertreibt in zehn europäischen Ländern rund 24.000 Produkte. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2010/2011 betrug 402 Mio. €.

Redcoonacquisition
Quelle: Conference Call Q1-2011 (PDF)

Am 30. März 2011 hat Media Saturn den Kauf eines 90%-Anteils an Redcoon, einem der führenden Online-Händler für Elektronikprodukte, bekanntgegeben. Der Kauf muss noch von den zuständigen Kartellbehörden genehmigt werden.

Mit dem Kauf von Redcoon wird die Multichannel-Strategie von Media Markt und Saturn um einen reinen Internetanbieter ergänzt und dieser als eigenständige Marke weitergeführt."

Im Geschäftsjahr 2008/09, dem letzten Jahr, für das Geschäftszahlen vorliegen, erzielte Redcoon 228 Mio. Euro. Hier die Umsätze der weiteren Elektronikversender, die allerdings nur im deutschen Markt aktiv sind.

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Kategorien:Shopboerse

  1. Umsatz ist ja schön und gut. Was man bei diesen ganzen Umsatzheischereien der Etailer aber gern ausblendet, ist die Marge. Die ist so verschwindend gering, dass hier ganz fix auch Liquididätsengpässe auftreten können.

  2. Kann Thomas da nur zustimmen, insbesondere zu Redcoon pfeifen die Spatzen von den Dächern, dass es angeblich primär um Umsatz aufblähen ging, teilweise Umsätze zwischen Firmen hin und her geschoben wurden und gerne mal Produkte unter dem EK weitergereicht wurden um eben den Preis bei einem Exit zu maximieren. Die Rechnung ging wohl auf. Daher würde es nicht wundern, wenn wir bei den nächsten Zahlen eine Korrektur sehen, sprich weniger Umsatz. Trotzdem, sicherlich strategisch ein notwendiger Schritt der MS Holding, Liquiditätsengpässe wird es hier sicher keine mehr geben und das Synergiepotential ist offensichtlich.

  3. Ich denke mal für MediaSaturn wird’s auch erstmal wichtiger sein Online etabliert zu sein – endlich. Auch wenn’s erstmal auf Kosten der Marge geht…

  4. Nicht die Hersteller diktieren die Preise sondern der Handel…Ihr solltet mal ein wenig anders denken. Im LEH sind ALDI, LIDL und co eben die Player, weil Sie trotz niedrigen VK Preisen eine nicht zu verachtende Marge erwirtschaften (auf Kosten der Produzenten. (Ausser mein heisst Steve Jobs und weiss nen Push und Pull Effekt zu nutzen)). Auch das arbeiten mit Zahlungszielen kann eine schlechte Marge wieder ganz gut aussehen lassen, da der Materieleinsatz recht gering ist. Aus diesem Grund kann ich mir das mit den Liquiditätsengpässen (da die Ware in der Regel verkauft ist, bevor die Rechnung kommt) mal überhaupt nicht vorstellen und halte es nur für ein (ziemlich schlechtes) Gerücht.

  5. Sebastian ich geb dir mal eine kleine Rechnung:
    Wenn man sich die Preise von Redcoon anschaut, die generell sehr preisaggressiv agieren, kann man ungefähre Rückschlüsse ziehen. Wenn man mit Brauner Ware 6% erwitschaftet, ist man sehr gut dabei, bei vielen wird es weniger sein. Darin enthalten sind aber noch keinerlei Kosten für den Traffic aus Google, Idealo, Sparblogs etc. Für den geht mindestens 2% der Marge drauf. Zahlt der Kunde mit Kreditkarte, gehen wiederum 1-1,5% verloren. Mit dem verbliebenen Rest sind alle laufenden Kosten wie Logistik, Personal, IT zu zahlen. Zusätzlich kommt das Risiko des Widerrufs des Kunden, wordurch dir als Händler doppelte Versandkosten entstehen und – im worst case – eine Abwertung der Ware auf eigene Kosten. Das Risiko ist demnach nicht zu unterschätzen, dass bei der kleinsten Margenveränderung die Bombe sprichwörtlich platzt.

  6. 6% bei Artikel von 500,- Euro sprechen wir über 30,- Euro (versand zahlt der kunde). dass kann schon reichen natürlich nicht in strukturen wie bei den alten versendern (otto, bader, conrad) – bei redcoon und notebooksbilliger aber schon. natürlich ist hier keine rendite von 5% denkbar! solange aber die Marge pro Sendung passt.

  7. @Sebastian:
    Sie vermengen Dinge, die nicht zusammen passen. Ein Aldi, Lidl und co. sind große Oligopolisten. Zusammen mit 2-3 anderen Teilen die sich einen ganzen Markt auf. Jeder bringt es auf einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag und deckt dabei einen mehr als nennenswerten Marktanteil in Bereichen ab, in denen die die Einzelware im 1-2 stelligen Eurobereich gehandelt wird.
    Selbst diese haben jedoch gegen Markennamen wie Coca Cola, Nestle & co. einen sehr schweren Stand. Gewinnen tun Sie nur bei Produzenten von Eigen- oder Billigmarken, wobei dies meist auch auf den Konsumenten entsprechende Folgen hat.
    Redcoon hingegen gibt etwas laut von sich, und sagt nun er habe 400 Millionen, also 0,4 Milliarden. Der Markt hierbei ist ganz Europa. Und die Einzelware dort liegt idr. im 3-4 stelligen Bereich. Zum Vergleich: ein durchschnittlicher Media Markt in DE fährt 27,5 Millionen p.a. im Schnitt, an echtem Umsatz. Und ist dabei Profitabel! Vergleicht man das mit Redcoon, so sind das ca. 13-15 MM-Märkte über Europa verteilt. Also auch weniger als ein RedZac allein im kleinen Österreich an Umsatz fährt (380/ 700 Mill. Umsatz VK/ Gesamt – http://www.facebook.com/note.php?note_id=162232597160982).

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