Zalando Marktplatz soll im November online gehen

Dass Zalando zum "e-marketplace" werden soll, hatten wir schon im Dezember berichtet. Im PlentySystems-Blog finden sich heute erste Details zum Zalando-Marktplatz, der im November starten soll:

"Zalando ist aktuell auf der Suche nach Händlern mit starken Sortimenten, ausgezeichneten logistischen Fulfillmentprozessen und hochwertiger Produktdarstellung, die Ihre Produkte zukünftig auf dem neuen Zalando Markplatz anbieten möchten.

Bei Zalando stehen die Produktdarstellung und die Fulfillmentqualität im Vordergrund, ein möglichst günstiger Preis hat keinen Einfluss auf die Listung der Partner."

Das Blog verweist auch auf eine Händlerpräsentation zum "Zalando Partner Programm", wie Zalando seinen Marktplatz nennt. Demnach erwartet Zalando 20% Provision für Schuhe und Textilien, 15% für Ausrüstung.

Zalando beruhigt die Händler auch in Sachen "100 Tage Rückgaberecht", da 95% aller Kunden die Retoure ohnehin bereits innerhalb der ersten drei Wochen nach Bestellung zurücksenden würden.

(via)

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report

20 replies

  1. Krass. Damit hätte ich jetzt nicht unbedingt gerechnet.. Schon Wahnsinn, wie weit die Sammlers so ein Projekt ausbauen, wenn es einmal läuft. Bin gespannt, ob Zalando vielleicht sogar der erste Börsengang von Rocket Internet wird.

  2. Lustig – Amazon für Fashion :-)
    Da tauchen doch direkt einige Fragen auf ;-)
    Wem gehören denn z.B. die Daten nach Übermittlung an zalando?
    Wie schnell zahlt zalando denn eigentlich aus?
    Erhält der Verkäufer die kompletten Kundendaten (also z.B. auch die eMail-Adresse)?
    usw. usw. usw.
    Bin mal sehr gespannt was in den AGB und den Partnerverträgen stehen wird ;-)
    Als nächstes kommt dann bestimmt FBZ…

  3. Waaaaahnsinn. Bald werden alle anderen dichtmachen können, denn niemand ist so gut wie Zalando. Die können wirklich alles! Warum sollte man Mode noch irgendwo anders kaufen? Mann, mann, mann, ich freu mich so für die Samwers, denn mit Zalando werden sie zu Milliardären. Well done, Alex und Oli!

  4. Autsch!
    Wer noch das Video von der Next (http://www.excitingcommerce.de/2011/06/business-intelligence-bei-rocket-internet.html) in Erinnerung hat, dem dürfte dieses neue Zalando-Projekt sauer aufstossen.
    Neben natürlich reiner Nächstenliebe schätz ich bei Zalando folgende Beweggründe als eigentl. Motivationspunkte ein:
    – Kunden- und Bewegungsdaten
    – Tieferes Produktsortiment Know-How
    – erschlichene Reichweite
    Ich frage mich ernsthaft, wer so beschränkt (bzw. verzweifelt) sein muss und bei diesem „Marktplatz“ mitmacht. Noch nicht einmal die Konditionen sind attraktiv.

  5. @Pascal Ich kann Dir sagen, wer da mitmacht. Alle diejenigen, fuer die sich das rechnet. Textilhersteller z.B., die mit den 20% Provision ueberhaupt kein Problem haben. Und das hat mit Verzweiflung gar nichts zu tun. Nichts liegt fuer Zalando naeher, als die Kunden, die man durch die Werbung teuer einkauft, weiter zu monetatisieren. Das machen uebrigens alle anderen auch, Amazon, Otto.de, Neckermann.de usw. Von daher ist das bei Zalando nur logisch und konsequent.

  6. Selbiges wurde doch auch bereits bei moebel-profi.de gemacht, daher lag die Vermutung nahe, dass Zalando da folgen wird.

  7. @Claus:
    dann sind das aber „B-Brands“, die da mitmachen. Von den Toplevel Fashion Marken kann ich mir das aufgrund deren aktuellen Internet-Frühlingserwachen nicht vorstellen. Das Schaffen von „emotionalen Markenwelten“ ist für Top-Brands deren Kerndisziplin. Warum sollen die das auslagern bzw. mit Zalando teilen?
    Die Verzweiflung war übrigens nicht auf Zalando bezogen, sondern auf die teilnehmenden Shops bzw. Marken. Dass die Überlegung aus Zalando-Sicht Sinn macht, ist für mich absolut nachvollziehbar. Und die werden sicherlich ein paar Marken gefunden haben, die von Anfang an dabei sein wollen. (Sonst hätten die Zalandos nicht schon die PI rausgefeuert)

  8. Warum soll es denn aus Shop Sicht eine Verzweiflung sein beim Marktplatz auf Zalando mitzumachen? Beinahe die gleiche Provision zahlt mal auch auf Amazon. Und darüber generieren bestimmte Shops auch einige Sales. Warum soll man als Shopbetreiber nicht von ca. 600.000 User/Tag auf Zalando profitieren?
    Klar, eine entscheidende Sache ist tatsächlich wie es mit den Kundendaten ausschaut. Aber nehmen wir mal an, der Shop hat die freie verfügbarkeit über die Postanschrift und dann dem Kunde so auch Werbung zukommen lassen wie auch über Amazon, dann ist das doch eine gute Sache zum Gewinnen von Neukunden. Oder nicht?

  9. @Leo:
    weil sich die Shopbetreiber auf dem Weg von den dicken Schiffen prostituieren lassen. Ich glaube, dass der Blick (die Gier) auf Reichweite einfach kurzfristig ist und diese Shopbetreiber entweder ihr eigenes Grab schaufeln oder in 2 Jahren genauso erfolgreich sind wie jetzt auch. Es gibt bei so einer Konstellation kein faires Win-Win.
    Dass via Amazon Sales generiert werden steht ausser Frage. Aber zu welchem Preis?

  10. So langsam scheint sich auch eBay etwas mehr in Richtung „Marketplace“ zu orientieren – also mehr in Richtung Amazon. Hier werden nun auch schon teilweise Angebote bestimmte Produkte aggregiert dargestellt etc.
    Beispiel: http://www.ebay.de/ctg/Canon-EOS-600D-Rebel-T3i-18-0-MP-DSLR-Kamera-Schwarz-Kit-m-Canon-EF-S-18-55mm-IS-II-Objektiv-/100233628?_catref=1&_dmpt=DE_Foto_Camcorder_Digitalkameras&_pcategid=31388&_pcatid=812

  11. Das Prinzip ist doch ganz einfach: Erst lässt man andere Händler Ihre Ware verkaufen und wenn man merkt was gut läuft dann umgeht man die Händler und bietet die Ware selber an. So kann man super neue Produkte und Marken antesten – ganz ohne Risiko.

  12. Ein professioneller Fashionmarktplatz – dann wirds aber schwer für die Jungs von stylight.

  13. >>> So kann man super neue Produkte und Marken antesten – ganz ohne Risiko …
    … und bekommt die Daten noch frei Haus :-)

  14. @Pascal, definiere Top-Brands und B-Brands. Den Herstellern von Fashion und deren eCommerce-Verantwortlichen wird es komplett Wumpe sein, ob sie jemand als Top- oder B-Brand einordnet, die haben ihre Sales-Vorgaben und ihr KUV und da wird i.d.R alles gemacht, was das sicherstellt. Und Zalando ist dabei noch die bessere Plattform als Amazon.

  15. Bei Zalando vereint sich super Reichweite bei junger, hochgradig online-affiner, ausgabewilliger Zielgruppe MIT Modekompetenz, insofern sehe ich diesen Mode-Marketplace-Ansatz deutlich vielversprechender als den vieler anderer, denn die meisten Marktplätze mit Fashion Sortiment (von Amazon bis Stylight) haben entweder super Reichweite ODER Modekompetenz (und einige auch keines von beidem).
    Das wird spannend und ist für den einen oder anderen Fashion- oder Universal-Versender sicher keine Nachricht zum Jubeln, die da aus Berlin kommt.
    Die hier teilweise geäußerte Fundamentalkritik an Marketplaces kann ich, nebenbei bemerkt, so nicht nachvollziehen. Man muss schon ins Kleingedruckte bei jedem Anbieter schauen, um zu sagen, ob hier ein faires Win-Win entsteht oder nicht. Am Ende müssen Händler dorthin gehen, wo die Kunden sind – und wenn die Kunden nicht im eigenen Shop des Händlers sind sondern auf einem Marktplatz, dann muss man halt dorthin (und das rechnet sich manchmal mehr als SEM- usw. Spendings). Das weiß jeder Gemüsebauer ;o)

  16. @Sven
    Ich kann hier keine Fundamentalkritik erkennen. Ist doch ohne Frage das es ein geschickter Schachzug von Zalando ist, aber Händler sollten schon genau hinschauen ob es wirklich einen Benefit bietet.
    Für Cityjambolando gibt es ganz sicher einige Benefits ;-)
    Bin sehr gespannt wie die die Backendprozesse in den Griff bekommen werden :))

  17. @Claus: für mich sind B-Brands aufstrebende Marken, die aber noch nicht die allgemeine Aufmerksamkeit bekommen. Im Mode Bereich derzeit sicherlich alles was aktuell aus Skandinavien „rüberschwabbt“.
    @Sven: „Bei Zalando vereint sich super Reichweite bei junger, hochgradig online-affiner, ausgabewilliger Zielgruppe MIT Modekompetenz“ -> da fehlt noch ein Detail „extrem retourenwillige Zielgruppe“
    Meiner Meinung nach steuert der dt. e-Commerce derzeit auf das Aschenputtel-Zitat hinaus. Die guten ins Töpfchen und die schlechten ins Kröpfchen. Und Zalando hat sich mit seinen BI Tools sicherlich richtig positioniert. Ich bezweifle aber dass sie ihre Insights mit ihren Marketplace-Teilnehmern im Detail teilen werden.
    Wenn „Am Ende müssen Händler dorthin gehen, wo die Kunden sind…“ der allgemeine e-Commerce Tenor wäre, dann klingt das für mich nach Resignation. Was Zalando aktuell vormacht ist genau das Gegenteil. Vom Reseller zum eigenen Brand innerhalb kürzester Zeit. Aber meiner Meinung nach führen viele Wege nach Rom und Zalando hat seinen Weg gefunden. Dh aber automatisch nicht, dass jetzt alle hinterherdackeln müssen bzw. sollen. Wenn das passiert, dann entwickelt sich der einzelne Online-Händler und auch der dt. e-Commerce nicht weiter!

  18. ups. Ich hab doch nicht tatsächlich „Sammlers“ statt „Samwers“ geschrieben !? :) Peinlich. Scheiß Autocomplete in Lion.

  19. @ Claus: Ja, Händler sollten genau hinschauen, das meinte ich mit „Kleingedrucktem“. Ich halte aber nicht jeden Marktplatz per se für ein Modell, bei dem Partner ausgesaugt werden sollen. Und die Backendprozesse: Die Sammlers, äh, Samwers sind doch angeblich Copy/Paste Genies: Ich hoffe, sie haben die Backendprozesse für ihre Plattform beim richtigen Vorbild abgekupfert.
    @ Pascal: Was die Retourenwilligkeit betrifft: Kann sein; die Retourenquoten, die uns Zalando erzählt hat, sahen aber ganz normal aus (also leicht unter dem Niveau bei den Universalisten). Ich glaube auch nicht, dass Zalando seine internen Erkenntnisse in seiner kommenden Partnergemeinde verteilt, und die werden auch mit diesen Daten intern optimieren (so wie es Amazon auch macht). Das ist für mich noch kein Beweis für Win/Loose.
    Und was meine Gemüsehändler-Parabel betrifft: Man sollte den eigenen Shop nicht zu einem goldenen Kalb machen (so wie es die Big Books vorher bei n.de/otto usw. waren). Es gibt Dezentralisierungs- und Fragmentierungstendenzen im eCommerce, die zu bedienen m.E. nichts mit Resignation zu tun haben sondern mit dem Verständnis, dass ich die Kunden nicht zwanghaft in meinen eigenen Laden steuern muss sondern sie dort abhole, wo sie am liebsten sind. Wer weiß, vielleicht gibt’s irgendwann keine klassischen Shops mehr sondern nur noch die Einkaufs-Cloud von Amazon bis Facebook (whoever gotta make it…). Über das Überleben von (solchen) Modellen am Markt entscheiden Endkunden, egal ob wir das für gut oder schlecht für die Entwicklung des eCommerce halten.

  20. Ein Grund wird mit Sicherheit sein .. Das angebot ist sehr groß bei zalabdo wie auch die RQ .. Durch den Marktplatz kommt zalabdo wesentlich günstiger zu risikolosen Sales .. Nie mehr gebundenes Kapital .. Nie mehr reduzierte waren die keinen rohertrag bringen. Clever! Mal schauen ob es klappt .. Asos macht ja das selbe

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